Merz drängt auf bessere Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Tim RichterMerz drängt auf bessere Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa. Der Vorstoß erfolgt nach Gesprächen mit polnischen und tschechischen Regierungsvertretern über Verbesserungen im Verkehrssektor. Merz bezeichnete das Thema als eine zentrale strategische Priorität für Deutschland.
Die Verhandlungen über die Modernisierung der Bahnstrecken begannen, nachdem sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung ihre Bedenken gegenüber Merz geäußert hatten. Seither betont er die Notwendigkeit besserer Anbindungen an die Tschechische Republik und Polen und argumentiert, dass stärkere Verbindungen dem Handel und der regionalen Zusammenarbeit zugutekämen.
Unterdessen traf sich Bundeskanzler Olaf Scholz mit den Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer, um über das Wirtschaftswachstum in der Region zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Infrastruktur, doch konkrete grenzüberschreitende Bahnprojekte wurden nicht direkt thematisiert.
Merz plant nun, die Angelegenheit im Bundeskabinett zur weiteren Debatte vorzubringen. Seit 2020 wurden keine neuen Infrastrukturprojekte zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik angekündigt, obwohl innerhalb Deutschlands weiterhin Modernisierungsmaßnahmen vorangetrieben werden. Die Deutsche Bahn hat für 2026 über 23 Milliarden Euro für Aufrüstungen eingeplant, doch diese Mittel fließen vor allem in inländische Strecken.
Die Bundesregierung prüft derzeit Optionen für verbesserte Schienenverbindungen nach Osteuropa. Merzs Vorschlag soll im Kabinett erörtert werden, wobei mögliche Auswirkungen auf Handel und regionalen Verkehr abgewogen werden. Bisher liegen jedoch keine konkreten Pläne oder Finanzierungszusagen für grenzüberschreitende Vorhaben vor.






