Marzahn Pride feiert sieben Jahre Widerstand mit Marsch und Fest trotz rechtsextremer Schatten
Nico SchulzMarzahn Pride feiert sieben Jahre Widerstand mit Marsch und Fest trotz rechtsextremer Schatten
Marzahn Pride veranstaltet in diesem Jahr seinen siebten jährlichen Marsch. Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten mit Reden lokaler Amtsträger, bevor der Umzug startet.
Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Live-Konzerten, DJ-Sets und einem vielfältigen Angebot an Streetfood.
Organisiert wird der Event vom Verein Quarteera e.V., der queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt. Die Queer-Beauftragte von Marzahn, Vanessa Krah, wird den Marsch gemeinsam mit Gordon Lemm eröffnen. Sie warnt jedoch davor, die Bedrohungslage als gesunken einzuschätzen.
2022 sah sich der Marzahn Pride mit rechtsextremen Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. Laut dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle ist rechtsextreme Propaganda in der Region weiterhin aktiv. Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland erlebte im vergangenen Jahr Angriffe, Störungen oder Einschüchterungsversuche. Besonders in Marzahn, mit seiner großen Migrant:innen-Community, sind marginalisierte Gruppen einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
Trotz dieser Bedenken gibt es bisher keine konkreten Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen gegen die Veranstaltung 2024. Das Fest soll Raum für Feiern und Solidarität bieten. Veranstalter:innen und lokale Behörden bleiben angesichts vergangener Vorfälle wachsam. Ziel des Events ist es, die Sichtbarkeit und Unterstützung queerer Communities in der Region zu stärken.






