22 April 2026, 08:12

Mainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Beerdigung für die Region"

Große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen-Terminal, einige halten Taschen und Papiere, mit Texttafeln und Schaufensterpuppen im Hintergrund, unter Deckenbeleuchtung, was auf eine Protestveranstaltung hindeutet.

Mainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Beerdigung für die Region"

Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger hat die Eröffnung des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen scharf kritisiert. Sie bezeichnete das Ereignis als "Beerdigung für eine von Lärm gepeinigte Region" und warf den Verantwortlichen vor, langjährige Bedenken gegen den Ausbau des Flugverkehrs ignoriert zu haben.

Steinkrüger argumentierte, Terminal 3 sei vor allem gebaut worden, um die Kapazitäten für Flüge auszuweiten – auf Kosten der ohnehin schon unter Lärmbelastung leidenden Anwohner. Seit Jahren rechtfertigten die Flughafenbetreiber das Projekt ihrer Ansicht nach mit der Aussicht auf steigende Passagierzahlen, doch die tatsächlichen Flugbewegungen seien seit Langem stagnierend.

Die Eröffnung des neuen Terminals nannte sie einen "Schlag ins Gesicht" für die betroffenen Gemeinden, die bereits jetzt unter übermäßigem Fluglärm litten. Im Rhein-Main-Gebiet würden die Grenzwerte für den Luftverkehr immer wieder überschritten, was für die Bewohner eine "unzumutbare Situation" darstelle, so Steinkrüger.

Zudem stellte die Dezernentin infrage, ob das derzeit geschlossene Terminal 2 jemals wieder in Betrieb genommen werde. Sie vermutet, dass die Flughafenbetreiber nun auf Billigfluglinien und den Ausbau des Frachtverkehrs setzen, um frühere Fehleinschätzungen zur Nachfrage zu kaschieren.

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Steinkrügers Äußerungen spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen Flughafenausbau und Lebensqualität der Region wider. Mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 bleibt die Lärmproblematik für die Anwohner bestehen, während die wirtschaftliche Rechtfertigung des Projekts weiterhin auf dem Prüfstand steht. Die Debatte über die weiteren Wachstumspläne des Frankfurter Flughafens dürfte damit anhalten.

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