Mainz baut 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein für sichere Versorgung
Großes Infrastrukturprojekt in Mainz: Neue 220-Meter-Pipeline unter dem Rhein geplant
In Mainz beginnt ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Ab dem 11. Mai 2023 wird eine neue, 220 Meter lange Pipeline unter dem Rhein verlegt. Die Bauarbeiten dienen dem Ersatz eines beschädigten Abschnitts des bestehenden Versorgungs- und Entsorgungssystems. Die Fertigstellung ist bis Ende August 2026 vorgesehen.
Die neue Leitung wird zwischen dem Gebiet Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee und dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel verlaufen. Mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern wird sie bis zu zehn Meter unter dem Flussbett verlegt, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Erstmals setzt der Wirtschaftsbetrieb Mainz dabei auf das Horizontal-Spülbohrverfahren. Bei dieser Methode wird zunächst ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend aufgeweitet wird, bevor die Pipeline durch den erweiterten Kanal gezogen wird. Die Leitung selbst wird in ein Schutzrohr eingebettet, was ihre Langlebigkeit erhöht und zukünftige Wartungs- oder Austauscharbeiten erleichtert.
Hintergrund des Projekts sind wiederkehrende Probleme mit der aktuellen Pipeline, die bisher nur provisorisch instand gesetzt werden konnte. Die Behörden betonen die Dringlichkeit einer nachhaltigen Lösung, um die zuverlässige Versorgung langfristig zu sichern.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die neue Pipeline die Stabilität des Mainzer Versorgungs- und Entsorgungssystems deutlich verbessern. Durch die Schutzummantelung und die moderne Verlegetechnik sollen künftige Störungen minimiert werden. Die Bauarbeiten sollen bis zum Spätsommer 2026 abgeschlossen sein.






