Lange Nacht der Museen: Erfolg mit bitterem Nachgeschmack durch Bahn-Chaos
Tim RichterLange Nacht der Museen: Erfolg mit bitterem Nachgeschmack durch Bahn-Chaos
Die Lange Nacht der Museen in Halle und Leipzig lockte am vergangenen Wochenende Tausende Besucher an – doch während die Veranstaltung selbst ein Erfolg war, endete für viele die Heimreise in Frust wegen Transportproblemen.
In beiden Städten öffneten die Museen bis spät in den Abend ihre Türen. In Leipzig fanden unter anderem Führungen im Grassi Museum für Angewandte Kunst, im Bach-Museum und im Museum der bildenden Künste statt. In Halle zählten das Händel-Haus, die Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt und das Landesmuseum für Vorgeschichte zu den meistbesuchten Häusern.
Für Ticketinhaber war der öffentliche Nahverkehr inklusive der S-Bahn kostenlos nutzbar – doch es gab Probleme, als die Linie S3 ausfiel. Der nächste verfügbare Zug, die S5 vom Leipziger Hauptbahnhof nach Halle-Trotha, war schnell hoffnungslos überfüllt. Dutzende Fahrgäste blieben auf dem Bahnsteig zurück, als der vollbesetzte Zug abfuhr.
Die nächste S-Bahn nach Halle fuhr erst wieder nach über einer Stunde, sodass viele Besucher verärgert warten mussten. Wer den kulturellen Abend noch in guter Stimmung verbracht hatte, sah sich auf der Rückfahrt mit langen Wartezeiten konfrontiert.
Die Veranstalter hatten den kostenlosen Transport als Anreiz für den Besuch organisiert, doch der Ausfall der S3 durchkreuzte die Pläne. Wer die überfüllte S5 verpasste, musste lange auf die nächste Verbindung warten. Der Vorfall zeigte einmal mehr, wie wichtig eine bessere Abstimmung des Verkehrsangebots bei Großveranstaltungen ist.






