Kubota verlagert Traktorenproduktion von Deutschland nach Polen – 42 Jobs betroffen
Amelie BrandtKubota verlagert Traktorenproduktion von Deutschland nach Polen – 42 Jobs betroffen
Kubota verlagert Traktorenmontage von Nieder-Roden nach Polen
Der japanische Landmaschinenhersteller Kubota verlagert seine Traktorenmontage vom Standort Nieder-Roden in Deutschland nach Polen. Durch die Entscheidung fallen am deutschen Standort 42 Arbeitsplätze weg, während die Produktion von Baumaschinen im Land unverändert bleibt. Das Unternehmen bestätigte, dass das Werk in Nieder-Roden vorerst weiterbetrieben wird.
Am Standort Nieder-Roden sind derzeit noch rund 200 Mitarbeiter beschäftigt – vor der Ankündigung Kubotas im Mai 2024, die Montage nach Ungarn zu verlegen, waren es etwa 450. Bisher werden in Nieder-Roden Traktoren montiert, Serviceleistungen erbracht und Lagerhaltung betrieben. Diese Aktivitäten werden nun nach Polen verlegt, wo Kubota seit fast 20 Jahren Kompaktraktoren fertigt.
Das Werk selbst bleibt jedoch in Betrieb, und seine Zukunft ist zumindest bis Ende 2028 gesichert. Betroffene Mitarbeiter erhalten ab dem 1. Oktober Zugang zu einer Transfergesellschaft, die sie bei der Suche nach neuen Stellen unterstützt.
2025 setzte Kubota in Deutschland etwa 1.570 Traktoren ab und hielt damit einen Marktanteil von 6,1 Prozent. Trotz der Verlagerung wird die deutsche Tochtergesellschaft, die Kubota Deutschland GmbH, ihren Sitz in Nieder-Roden beibehalten.
Mit dem Umzug nach Polen entstehen in Nieder-Roden 42 Stellenstreichungen, eine sofortige Werksschließung steht jedoch nicht an. Die Produktion von Baumaschinen in Deutschland bleibt davon unberührt, und das Unternehmen wird entlassene Mitarbeiter bei der Vermittlung neuer Arbeitsplätze unterstützen. Der Standort Nieder-Roden bleibt vorerst aktiv, mit Perspektiven bis mindestens 2028.