26 April 2026, 00:19

Kreuzberger Bündnis formiert sich gegen rechtsextremes Portal Nius und dessen Hetzkampagnen

Schwarze und weiße Zeichnung einer Menge, die eine von Gebäuden gesäumte Straße entlanggeht, mit Text oben und unten: "Die Unionistendemonstration, wie sie vom Western Mail Office aus gesehen wird."

Kreuzberger Bündnis formiert sich gegen rechtsextremes Portal Nius und dessen Hetzkampagnen

Rund 250 Menschen versammelten sich in Kreuzberg, um ein Protestbündnis gegen Nius zu gründen – ein rechtsextremes Medienportal. Die Veranstaltung in einem gut gefüllten Saal nahe dem Dragonerareal richtete sich gegen die Einflussnahme und Methoden der Plattform. Unter den Teilnehmenden waren Aktivist:innen, Journalist:innen sowie Mitglieder technikkritischer Gruppen, die bereits Ziel von Nius-Kampagnen geworden waren.

Der Protest erfolgte, nachdem Nius die Veranstaltung aggressiv beworben, sie zugleich aber als "linksradikale, steuerfinanzierte Machenschaft" abgetan hatte. Die Organisator:innen trafen Vorsichtsmaßnahmen, da sie Störungen durch Nius-Mitarbeiter oder Provokateure befürchteten. Antifaschistische Aktivist:innen sicherten die Veranstaltung ab, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Redner:innen brandmarkten Nius als "digitale Pranger", das rassistische Klischees verbreite und marginalisierte Gruppen angreife. Als Beispiel wurde Guido Arnold genannt, Mitglied des çapulcu-Kollektivs, der nach einer Hetzkampagne mit veröffentlichtem Foto sogar vor seiner Haustür observiert wurde. Hinter dem Portal steht der Multimillionär Frank Gotthardt, der enge Verbindungen zur CDU-Führung pflegt – trotz eines Verlusts von 13 Millionen Euro, den Nius 2023 verbuchte.

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Trotz geringer Reichweite – Nius zählt nicht zu den 100 meistgenutzten Online-Medien Deutschlands – trägt die Plattform dazu bei, die öffentliche Debatte weiter nach rechts zu verschieben. Die Teilnehmenden diskutierten Gegenstrategien wie Widerstand, Solidaritätsnetzwerke und Mobilisierung. Zudem ging es um die Rolle von Nius als Verstärker rechtsextremer Diskurse, die spaltende Rhetorik befeuern.

Das Kreuzberger Bündnis will langfristig Widerstand gegen die Methoden von Nius und dessen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung aufbauen. Zwar bleibt die Leserschaft der Plattform überschaubar, doch ihre aggressiven Kampagnen und die finanzielle Rückendeckung sorgen weiterhin für Besorgnis. Die Organisator:innen kündigten weitere Aktionen an, um der Verbreitung rechtsextremer Narrative und gezielter Angriffe entgegenzuwirken.

Quelle