07 May 2026, 06:08

Jungheinrich vor Führungswechsel: Finanzchefin Heike Wulff geht überraschend

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau und dem Text "48. Versorgungsmanagementstaffel" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrich vor Führungswechsel: Finanzchefin Heike Wulff geht überraschend

Jungheinrich kündigt Führungswechsel an: Finanzchefin Heike Wulff verlässt das Unternehmen vorzeitig

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Der Aufsichtsrat des Intralogistik-Spezialisten Jungheinrich hat beschlossen, den Vertrag von Finanzvorständin Heike Wulff nicht zu verlängern. Damit endet ihre Amtszeit früher als geplant – ein Wechsel in der finanziellen Führungsetage zu einer Zeit wachsender Herausforderungen. Denn das Unternehmen verzeichnet seit Monaten einen deutlichen Gewinnrückgang.

Wulffs Abgang fällt in eine schwierige Phase für den Staplerhersteller. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte ein. Ein Streik am Produktionsstandort Lüneburg sowie der verschärfte Wettbewerb in der Branche verschärften die finanzielle Belastung zusätzlich.

Wie das Unternehmen mitteilte, einigten sich Aufsichtsrat und Wulff einvernehmlich auf die vorzeitige Beendigung ihres Mandats. Bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist, übernimmt Vorstandschef Lars Brzoska kommissarisch die Finanzverantwortung.

Jungheinrich bleibt fest in Familienhand: 53 Prozent der Anteile halten Nachfahren des Firmengründers Friedrich Jungheinrich. Die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien sind gleichmäßig auf die Familien seiner beiden Töchter aufgeteilt. Die 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien hingegen werden öffentlich im MDAX gehandelt.

Auch der Börsenwert des Unternehmens litt in jüngster Zeit – seit Ende 2025 ist die Marktkapitalisierung um fast 30 Prozent geschrumpft. Aktuell liegt sie bei rund 2,6 Milliarden Euro.

Während Jungheinrich mit internen und externen Druckfaktoren kämpft, übernimmt Brzoska vorübergehend die Finanzaufsicht. Die Suche nach einem neuen Finanzvorstand gestaltet sich vor dem Hintergrund sinkender Gewinne und eines geschwächten Aktienkurses als besondere Herausforderung. Die mehrheitliche Beteiligung der Familie sichert jedoch weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

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