Junge Dietzenbacher diskutieren mit Politikern über Zusammenleben und Stadtentwicklung
Tim RichterJunge Dietzenbacher diskutieren mit Politikern über Zusammenleben und Stadtentwicklung
Vorwahl-Diskussionsrunde in Dietzenbach: Junge Bürger im Gespräch mit Politikern
Am 28. Februar 2026 kamen in Dietzenbach junge Einwohner:innen und politische Kandidat:innen bei einer Podiumsdiskussion zusammen. Organisiert vom Jugendrat stand die Veranstaltung unter dem Motto, was "Zusammenleben" in der Stadt bedeutet – und wo es bereits gut funktioniert. Über 20 Jugendliche und junge Erwachsene beteiligten sich an der Diskussion, ebenso Vertreter:innen aller großen lokalen Parteien.
Die Runde war Teil des Projekts "JUGENDi – Ein jugendfreundliches Dietzenbach", das bis Mai 2027 von der Europäischen Union gefördert wird. Statt formeller Debatten saßen die Teilnehmenden im Kreis und führten ein offenes, parteiübergreifendes Gespräch. Die jungen Gäste hoben Erfolge in den Bereichen Migration und generationenübergreifendes Miteinander hervor, äußerten aber auch Kritik an Vermüllung, unzureichenden Verkehrsanbindungen und dem Mangel an selbstverwalteten Jugendräumen.
Alle sechs Parteien, die bei der Wahl antreten – SPD, Grüne, Linke, CDU, FDP und FW-UDS – hatten mindestens eine:n Vertreter:in entsandt. Sowohl die Jugendlichen als auch die Politiker:innen lobten das lockere Format und sprachen sich für mehr direkte Austauschformate dieser Art aus. Viele verwiesen auf den Jugendrat selbst als gelungenes Beispiel dafür, wie Vielfalt in lokale Entscheidungsprozesse einbezogen werden kann.
Der unverkrampfte Rahmen förderte einen ehrlichen Dialog: Die Kandidat:innen hörten zu, als junge Dietzenbacher:innen persönliche Erfahrungen schilderten und Ideen für ein besseres Gemeinschaftsleben einbrachten. Am Ende waren sich alle einig, dass solche Treffen künftig fester Bestandteil der Kommunalpolitik werden sollten.
Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Jugendbeteiligung in Dietzenbach weiter zu stärken. Alle antretenden Parteien bestätigten ihre Teilnahme an den Kommunalwahlen 2026 – ihre Vertreter:innen gehen nun mit einem besseren Verständnis für die Anliegen junger Menschen in den Wahlkampf. Dank der EU-Förderung sind in den kommenden zwölf Monaten weitere Veranstaltungen geplant.