Italo kommt 2028: Pro Bahn fordert faire Regeln für mehr Bahnwettbewerb
Lina LangeItalo kommt 2028: Pro Bahn fordert faire Regeln für mehr Bahnwettbewerb
Pro Bahn begrüßt Markteintritt des italienischen Hochgeschwindigkeitsanbieters Italo in Deutschland
Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den geplanten Einstieg des italienischen Hochgeschwindigkeitsbahnbetreibers Italo in den deutschen Fernverkehr ab 2028 positiv aufgenommen. Das Unternehmen wird dann wichtige Strecken wie Berlin–München und Köln–Frankfurt–München bedienen. Der Verband betont jedoch, dass fairer Wettbewerb klare politische Rahmenbedingungen erfordert.
Der Markteintritt von Italo ist für 2028 vorgesehen. Geplant sind Verbindungen auf stark frequentierten Achsen, darunter München–Hamburg und Berlin–München. Pro Bahn sieht darin eine Chance zur Verbesserung des Schienenverkehrs, warnt aber davor, sich allein auf Marktmechanismen zu verlassen.
Die Organisation fordert ein einheitliches Tarifsystem für alle Fernverkehrsanbieter, das gemeinsame Zeitkarten und Äquivalente zur BahnCard umfasst. Zudem verlangt sie rechtlich verbindliche Schutzmaßnahmen für bestehende Regionalverkehre bei der Vergabe von Trassenkapazitäten.
Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender von Pro Bahn, argumentiert, dass der Wettbewerb allen Fahrgästen bundesweit zugutekommen müsse. Der Verband schlägt eine unabhängige nationale Behörde vor, die für die Streckenvergabe zuständig ist und Leistungen bündelt. Ohne klare Regulierung befürchtet er Nachteile für ländliche Regionen und den Regionalverkehr.
Pro Bahn unterstützt zwar das Engagement von Italo, besteht aber auf strenge politische Aufsicht. Zu den zentralen Forderungen zählen ein einheitliches Tarifsystem und eine Behörde für die Streckenverwaltung. Ziel ist es, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und den Regionalverkehr zu schützen.






