Hessens Straßen nach dem Winter: Mehr Schlaglöcher und Rekordkosten für Reparaturen
Tim RichterStraßen zerbombt - Kampf gegen Schlaglöcher - Hessens Straßen nach dem Winter: Mehr Schlaglöcher und Rekordkosten für Reparaturen
Hessens Straßen leiden unter den Folgen des harten Winters – Schäden schlimmer als in den Vorjahren
Die Straßen in Hessen haben in diesem Winter besonders stark gelitten, die Schäden fallen deutlich schwerwiegender aus als in den Jahren zuvor. Wie aus offiziellen Berichten des Hessischen Innenministeriums hervorgeht, kämpfen 28 Kommunen mit einem drastischen Anstieg an Reparaturarbeiten, nachdem Frost, Schnee und plötzliche Tauwetterperioden tausende Schlaglöcher hinterlassen haben.
Besonders betroffen sind Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Darmstadt und Offenbach. Allein in Frankfurt sind die Meldungen über Straßenschäden im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent gestiegen. Die Stadt konzentriert sich nun auf die Beseitigung gefährlicher Mängel und hat eine Frist von fünf Tagen für die Behebung gesetzt – doch die Kosten werden die Ausgaben vergangener Winter deutlich übersteigen.
Wiesbaden hat bereits rund 230.000 Euro in Notreparaturen investiert, doch das Budget reicht nicht aus. Normalerweise müssen hier jährlich etwa 3.000 Schlaglöcher behoben werden, in diesem Winter sind es jedoch über 5.000. Auch Kassel hat seine Reparaturtrupps verdoppelt, um mit der wachsenden Zahl an Schäden Schritt zu halten.
Die Landesstraßenverwaltung Hessen Mobil verzeichnet ebenfalls mehr Mängel als üblich. Kontrollfahrten auf Landesstraßen finden nun mindestens einmal pro Woche statt, während Darmstadt damit rechnet, dass sich die Arbeiten bis weit in den Spätfrühling hinziehen werden. Die Stadt Fulda hingegen verzeichnet nur moderate Schäden, die im Rahmen der Vorjahre liegen.
Der extreme Winter mit seinem Wechsel aus Eis, Schnee und plötzlicher Erwärmung hat die Straßen in der gesamten Region aufbrechen lassen. Die Arbeiter leisten Überstunden, doch angesichts des Ausmaßes der Schäden müssen sich Autofahrer wohl noch wochenlang auf Behinderungen einstellen.
Mit steigenden Reparaturkosten und angespannten Haushalten steht Hessen ein langer Weg der Erholung bevor. Frankfurt, Wiesbaden und andere stark betroffene Städte benötigen zusätzliche Zeit und Mittel, um ihre Straßen vollständig zu sanieren. Die Schäden bestätigen, dass dieser Winter zu den härtesten der letzten Jahre für die lokale Infrastruktur zählt.