18 June 2026, 20:05

Hessen sucht Lösungen gegen den Fachkräftemangel bis 2026

Gewinnung von Fachkräften und Stärkung der Arbeitswelt

Hessen sucht Lösungen gegen den Fachkräftemangel bis 2026

Hessischer Zukunftsdialog 2026: Fachkräftemangel im Fokus

In Fulda fand der Hessische Zukunftsdialog 2026 statt, bei dem Expertinnen und Experten gemeinsam Lösungsansätze für die Herausforderungen am Arbeitsmarkt erarbeiteten. Veranstaltet wurde die Konferenz vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales sowie dem Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt. Im Mittelpunkt standen historische Entwicklungen, aktuelle Problemlagen und innovative Strategien für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Regionen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Hessischen Ministerium und der Goethe-Universität im Rahmen des Zukunftsdialogs besteht bereits seit über zehn Jahren. Die diesjährige Auflage begann mit einer Vormittagsveranstaltung unter dem Titel „1946 bis 2026 – Tradition und Moderne“, in der Erfolgsbeispiele für die Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte präsentiert wurden – etwa das Klinikum Fulda und das Unternehmen Resopal.

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Dr. Christa Larsen, Direktorin des IWAK, skizzierte die zentralen Erfolgsfaktoren für die Sicherung von Fachkräften. Sie betonte die Bedeutung von Integration, Weiterbildung, beruflicher Mobilität sowie flexiblen Arbeitsmodellen. Am Nachmittag lag der Fokus auf der Mobilität innerhalb und zwischen Berufen: Diskutiert wurde, wie Branchenwechsel Engpässe auf dem Arbeitsmarkt mildern und neue Chancen eröffnen können.

Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, unterstrich die Notwendigkeit eines gemeinsamen Handelns: „Hessen braucht engagierte Beschäftigte, starke Unternehmen, widerstandsfähige Regionen und verlässliche Unterstützungsstrukturen, um nachhaltige Lösungen zu schaffen.“ Besonders hervorgehoben wurde das WELCOMECENTER Hessen, das Neuankömmlinge in der Region begleitet.

Thematisiert wurden zudem der demografische Wandel, die Digitalisierung und sich verändernde Qualifikationsanforderungen als zentrale Herausforderungen für die hessische Arbeitswelt. Eine Podiumsdiskussion zur künstlichen Intelligenz beleuchtete deren Einfluss auf Karrierewege hochqualifizierter Frauen – von den Anforderungen an HR-Fachleute bis hin zu wachsenden Berufsperspektiven in der IT-Branche.

Der Dialog bot eine Plattform für den Austausch praxisnaher Lösungen und die Stärkung von Kooperationen. Deutlich wurde: Anpassungsfähigkeit und unterstützende Strukturen sind entscheidend, um den Fachkräftebedarf in Hessen langfristig zu decken. Die gewonnenen Erkenntnisse und Netzwerke sollen künftige Arbeitsmarktstrategien in der Region prägen.

Quelle