Hessen lockert Jagdschutz für Waschbären – neue Regeln ab April geplant

Admin User
2 Min.
Ein Tier steht in der Mitte des Bildes, mit Bäumen im Hintergrund und einem Unterschlupf oben.

Verbot des Bärwaschens wird bald aufgehoben - Hessen lockert Jagdschutz für Waschbären – neue Regeln ab April geplant

Hessen plant, seine Jagdgesetze zu ändern, um die wachsenden Probleme durch Waschbären in den Griff zu bekommen. Die Landesregierung will den Schutz für ausgewachsene Tiere von März bis Juni aufheben. Mit den neuen Regelungen sollen Schäden an der Infrastruktur verringert und heimische Wildtiere besser geschützt werden.

Die überarbeiteten Vorschriften entstanden nach Absprachen mit Landwirtschafts- und Jagdverbänden und sollen vor Beginn der nächsten Jagdsaison am 1. April in Kraft treten.

Waschbären haben sich in Hessen zu einem großen Problem entwickelt – ihr Bestand wird auf über 120.000 Tiere geschätzt. Die Tiere richten regelmäßig Schäden an Gebäuden, Feldern und anderer Infrastruktur an. Zudem bedrohen sie einheimische Arten und tragen zum Verlust der biologischen Vielfalt bei.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Jagd Änderungen am Landesjagdgesetz ausgearbeitet. An den Beratungen beteiligten sich unter anderem der Schafzuchtverband, der Verband Deutscher Landwirtschaft (VDL) sowie das Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement. Ihre Beiträge halfen dabei, gezieltere Maßnahmen gegen die durch Waschbären verursachten Schäden zu entwickeln.

Künftig sind ausgewachsene Waschbären zwischen März und Juni nicht mehr geschont. Elterntiere bleiben jedoch während der Aufzuchtzeit weiterhin unter Schutz. Das Ministerium strebt einen Ausgleich zwischen Wildtiermanagement und ökologischem Schutz an, um gleichzeitig Konflikte durch die invasive Art zu verringern.

Die novellierte Verordnung soll noch in diesem Jahr in Kraft treten. Die Behörden erwarten, dass sie Jagdausübenden und Grundbesitzern klarere Handlungsrichtlinien im Umgang mit den Waschbärbeständen an die Hand gibt.

Die Änderungen ermöglichen eine flexiblere Regulierung der Population in Hessen. Jäger und Landwirte erhalten mehr Spielraum, die Art vor dem nächsten Fortpflanzungszyklus zu kontrollieren. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die aktualisierten Regeln helfen werden, die ökologischen und wirtschaftlichen Schäden durch die Tiere einzudämmen.