Hessen kämpft mit Rekord-Arbeitslosigkeit – Experten warnen vor längerer Krise

Admin User
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Ein Blatt Papier mit einer Schrift darauf.

Mehr Arbeitslose in Hessen erneut - Hessen kämpft mit Rekord-Arbeitslosigkeit – Experten warnen vor längerer Krise

Arbeitslosigkeit in Hessen erreicht Fünf-Jahres-Hoch – Experten sehen keine schnelle Besserung

Die Arbeitslosigkeit in Hessen hat stark zugenommen und den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Bis zum 11. Dezember 2025 stieg die Zahl der erwerbslosen Einwohner auf 204.639, was einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent entspricht. Fachleute warnen, dass in absehbarer Zeit keine zügige Verbesserung zu erwarten ist.

Die aktuellen Zahlen zeigen eine verschärfte Entwicklung auf dem hessischen Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum November 2025 erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 2.250 Personen, während der Anstieg gegenüber Dezember 2024 bei 10.300 lag. Über das gesamte Jahr 2025 hinweg lag die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen bei etwa 206.000 – der schlechteste Jahreswert seit 2020.

Gleichzeitig gingen die Stellenangebote zurück: Die Zahl der offenen Stellen sank im Vergleich zum Spätjahr 2024 um rund zehn Prozent. Die Unternehmenspleiten stiegen im selben Zeitraum um mehr als ein Drittel an, was die Lage zusätzlich belastet. Trotz Maßnahmen wie der Reform der Energiekosten, Bürokratieabbau und öffentlichen Investitionsprogrammen zeigen diese Schritte bisher kaum Wirkung.

Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Arbeit, bezeichnete die aktuelle Situation als "wirtschaftlich antriebslos". Strukturwandel, demografische Veränderungen und die allgemeine Konjunkturschwäche belasten die Region weiterhin. Zwar prognostizieren nationale Vorhersagen einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit von 6,3 auf 5,9 Prozent im Jahr 2026, doch für Hessen bleibt die Aussicht düster – Anzeichen für eine Verbesserung fehlen.

Der Arbeitsmarkt in Hessen steht vor anhaltenden Herausforderungen: Mit einer Arbeitslosigkeit auf Fünf-Jahres-Hoch und ohne Aussicht auf kurzfristige Entlastung deuten steigende Erwerbslosenzahlen, weniger Stellenangebote und mehr Insolvenzen auf eine längerfristige Krise hin. Die wirtschaftlichen Perspektiven der Region bleiben vorerst ungewiss.