Gericht erlaubt Namenswechsel: Mädchen darf Stiefvaters Nachnamen annehmen

Gericht: Mädchen darf Nachnamen des neuen Ehemanns der Mutter tragen - Gericht erlaubt Namenswechsel: Mädchen darf Stiefvaters Nachnamen annehmen
Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass ein fast achtjähriges Mädchen den Nachnamen des neuen Ehemanns ihrer Mutter annehmen darf – trotz des Widerspruchs ihres leiblichen Vaters. Die Richterspruch erfolgte nach einem langwierigen Rechtsstreit, in dem das Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigte, dass das Kindeswohl die Namensänderung rechtfertigt. Das Urteil ist nun rechtskräftig, weitere Rechtsmittel sind ausgeschlossen.
Im Mittelpunkt des Falls stand ein Mädchen, dessen Eltern sich noch vor ihrer Geburt trennten. Seitdem lebt sie bei ihrer Mutter, während der leibliche Vater – ein Portugiese – kaum oder keinen Kontakt zu ihr pflegte. Gegen ihn waren wegen früherer Gewalt mehrere Schutzanordnungen erlassen worden, was das Gericht in seiner Entscheidung berücksichtigte.
Die Mutter heiratete später erneut und wollte, dass ihre Tochter den Nachnamen ihres neuen Mannes annimmt. Der leibliche Vater verweigerte jedoch seine Zustimmung. Das Familiengericht genehmigte die Namensänderung zunächst gegen den Willen des Vaters, und das Oberlandesgericht bestätigte diese Entscheidung später. Die Richter wandten dabei ein neueres, flexibleres rechtliches Rahmenwerk für Namensänderungen an, das nach der ursprünglichen Antragstellung in Kraft getreten war. Sie urteilten, dass das Familiengericht die Zustimmung des Vaters ersetzen könne, wenn die Änderung dem Kindeswohl diene. Zudem verwies das Gericht darauf, dass der Nachname für das Mädchen mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewinnen werde, während der leibliche Vater für sie faktisch ein Fremder bleibe.
Mit dem endgültigen Urteil trägt das Mädchen nun rechtmäßig den Nachnamen ihres Stiefvaters. Der Beschluss schafft einen Präzedenzfall, bei dem das Wohl des Kindes die Einwände eines leiblichen Elternteils in Namensfragen überwiegen kann. Weitere rechtliche Schritte sind nicht mehr möglich, da die Entscheidung bindend ist.

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