Flugchaos droht: Warum Europa bald mit massiven Streichungen rechnen muss
Tim RichterFlugchaos droht: Warum Europa bald mit massiven Streichungen rechnen muss
Reisende in Europa müssen ab Ende Mai mit Flugausfällen rechnen, da ein wachsender Mangel an Flugtreibstoff die Branche belastet. Die Krise ist Folge von Lieferkettenproblemen nach der Sperrung der Straße von Hormus, die die Treibstoffkosten verdoppelt und Fluggesellschaften zu Streichungen gezwungen hat. Die Lufthansa hat bereits massive Kürzungen ihres Sommerflugplans angekündigt, um auf die Lage zu reagieren.
Die International Air Transport Association (IATA) warnt vor möglichen Flugannullierungen bei europäischen Airlines. Generaldirektor Willie Walsh betonte das Risiko flächendeckender Störungen, da die Treibstoffreserven schrumpfen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die aktuellen Bestände an Flugkraftstoff in Europa nur noch etwa sechs Wochen reichen.
Lufthansa hat bereits reagiert und 20.000 Flüge zwischen Mai und Oktober gestrichen. Damit sollen rund 40.000 Tonnen Treibstoff eingespart werden, wobei vor allem weniger rentable Strecken ab Frankfurt und München betroffen sind. Die Airline will ihren überarbeiteten Sommerflugplan bis Anfang Mai veröffentlichen.
Ursache der Krise ist die Blockade der Straße von Hormus, einer entscheidenden Schifffahrtsroute. Durch die Sperrung kam der Transport von Öl, Gas und anderen Rohstoffen zum Erliegen, was die Treibstoffpreise stark in die Höhe trieb. Die Fluggesellschaften stehen nun unter Druck, ihre Operationen anzupassen, bevor die Reserven aufgebraucht sind.
Angesichts der angespannten Treibstofflage bereiten sich die Airlines auf einen schwierigen Sommer vor. Die Kürzungen bei Lufthansa werden zwar den Verbrauch reduzieren, könnten Passagieren aber weniger Reiseoptionen lassen. Entscheidend wird sein, wie schnell alternative Versorgungswege gesichert werden können.






