29 March 2026, 20:09

FDP vor Machtkampf: Henning Höne fordert Christian Dürr als Parteichef heraus

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt.

FDP vor Machtkampf: Henning Höne fordert Christian Dürr als Parteichef heraus

Die Freie Demokratische Partei (FDP) bereitet sich auf einen internen Machtkampf um den Parteivorsitz vor, nachdem Henning Höne seine Kandidatur für die Nachfolge von Christian Dürr angekündigt hat. Der Schritt erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Partei, die in jüngsten Wahlen an Unterstützung verloren hat und seit 2025 nicht mehr im Bundestag vertreten ist. Prominente Vertreter wie Zyon Braun, Landesvorsitzender der FDP Brandenburg, unterstützen Höne und fordern einen Neuanfang.

Höne gab seine Bewerbung offiziell auf dem Bundesparteitag Ende Mai bekannt. Sein Wahlkampf steht unter dem Motto, Vertrauen zurückzugewinnen und mit vergangenen Rückschlägen abzuschließen. Zyon Braun bezeichnete Höne als "frischen Wind mit solider parlamentarischer Erfahrung".

Die jüngsten Krisen der Partei sind offenkundig: Nach einem Höchststand von 14,6 Prozent bei der Bundestagswahl 2013 brach die Unterstützung auf 4,8 Prozent im Jahr 2017 ein – mit dem Verlust aller Mandate. Ein kurzes Comeback auf 11,5 Prozent 2021 ermöglichte der FDP den Einzug in die Ampelkoalition mit SPD und Grünen auf Bundesebene. Doch 2025 stürzte die Partei erneut ab, erreichte nur noch 4,3 Prozent und verfehlte damit den Wiedereinzug in den Bundestag. Aktuelle Umfragen sehen die Liberalen bundesweit bei lediglich 3 bis 4 Prozent, während Niederlagen bei Landtagswahlen – etwa in Baden-Württemberg mit 4,4 Prozent 2026 – die Schwächephase weiter vertiefen.

Hans-Ulrich Rülke, Mitglied im FDP-Bundesvorstand, fordert einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit. Er plädiert dafür, sich von der Bundespolitik der letzten Jahre zu distanzieren – einschließlich der Rolle in der Ampelkoalition. Rülke brachte sogar eine Namensänderung als Teil einer umfassenden Neuaufstellung ins Spiel. Bereits nach dem Bundestagsaus 2013 hatte die FDP über eine solche Imagekorrektur nachgedacht, damals aber keine Änderungen umgesetzt.

Hönes Herausforderung an Dürr spiegelt wachsende Forderungen in der Partei nach einem Kurswechsel wider. Seine Anhänger argumentieren, dass er die sinkenden Umfragewerte umkehren und die FDP wieder zu politischer Relevanz führen könnte.

Die anstehende Abstimmung über die Parteispitze wird zeigen, ob die FDP auf Kontinuität setzt oder einen strategischen Richtungswechsel wagt. Hönes Kandidatur steht für einen Erneuerungsprozess – seine Unterstützer hoffen, dass seine Vision die schrumpfende Basis stabilisieren kann. Das Ergebnis könnte die Zukunft der Liberalen prägen, während sie um die Rückkehr in die Parlamente kämpft.

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