Familienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang unter schwarz-roter Koalition
Tim RichterFamilienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang unter schwarz-roter Koalition
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung Familienunternehmen und Politik, warnt zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition vor einer zunehmenden Schwächung der deutschen Wirtschaft – und damit einer Gefährdung des Status als führende Exportnation. Die Stiftung vertritt über 600 mittelgroße und große Familienunternehmen, die anfangs große Hoffnungen in die Koalition gesetzt hätten, so Kirchdörfer. Doch diese Erwartungen seien enttäuscht worden. Die Wirtschaft „blute langsam und leise aus“, beschrieb er die aktuelle Lage.
Zwar wollten Familienunternehmen weiterhin in Deutschland investieren, doch innerdeutsche Hemmnisse zwängen sie zunehmend dazu, Gewinne im Ausland zu erzielen. Kirchdörfer betonte, dass die Regierung es sich nun nicht mehr leisten könne, bei der Lösung dieser Probleme zu versagen.
Darüber hinaus verwies er auf größere globale Herausforderungen: Die USA untergruben seiner Ansicht nach die Planbarkeit des Welthandels, während sich die europäische Politik in Bürokratie verstricke. Fortschritte bei der Entflechtung von Regularien oder der Reduzierung der Staatsausgaben seien kaum erkennbar.
Für die Zukunft forderte Kirchdörfer bessere Rahmenbedingungen, um die nächste Generation und die Wirtschaft zu stärken. Ohne vernünftige Politik drohe Deutschlands Position als Wirtschaftsstandort langfristig infrage zu stehen.
Die Kritik fällt mit dem ersten Jahrestag der Koalition zusammen – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Familienunternehmen und Fachkräfte als Deutschlands wichtigste Ressourcen gelten. Doch ohne dringende Reformen, so Kirchdörfers Warnung, könnte die wirtschaftliche Stärke des Landes weiter erodieren.






