13 April 2026, 04:10

Familiengeführte Mediengruppe übernimmt Westfälische Nachrichten und Westfalen-Blatt

Titelseite der deutschen Zeitung "Weitpreubliche Zeitung" vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Familiengeführte Mediengruppe übernimmt Westfälische Nachrichten und Westfalen-Blatt

Zwei große Regionalzeitungen in Deutschland wechseln den Besitzer. Die Westfälischen Nachrichten und das Westfalen-Blatt samt ihrer Partnerausgaben wurden vom Münsteraner Verlag Aschendorff an die Düsseldorfer Rheinische Post Mediengruppe verkauft. Der im März 2026 bekannt gegebene Deal umfasst Publikationen mit einer kombinierten verkauften Auflage von über 200.000 Exemplaren.

Federführend bei dem Verkauf waren Benedikt und Eduard Hüffer, deren Familie seit neun Generationen im Verlagswesen tätig ist. Gemeinsam halten sie fast 60 Prozent der Aschendorff-Anteile. Statt einen wettbewerbsorientierten Bieterprozess zu eröffnen, entschieden sich die Gesellschafter für exklusive Verhandlungen mit der Rheinischen Post.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren gemeinsame Werte: Die Aschendorff-Eigner suchten einen familiengeführten Käufer, der sich zu Stakeholder-Einbindung und gesellschaftlicher Verantwortung bekennt. Zudem passt die konservativ-liberale Grundhaltung der Rheinischen Post zur Ausrichtung der Westfälischen Nachrichten und des Westfalen-Blatts.

Zum Verkaufspaket gehören die beiden Haupttitel mit einer Auflage von zusammen rund 152.300 Exemplaren sowie Partnerpublikationen, wodurch sich die Gesamtauflage auf etwa 203.300 Exemplare beläuft. Andere Interessenten wie die Funke-Gruppe, die NOZ/mh:n Mediengruppe oder Mediahuis wurden nicht in Betracht gezogen. Bevor der Deal abgeschlossen werden kann, steht noch die Zustimmung des Bundeskartellamts aus.

Nach der Freigabe durch die Aufsichtsbehörden geht der Besitz der Zeitungen an die Rheinische Post Mediengruppe über. Die kombinierte Auflage der übernommenen Titel wird dann mehr als 200.000 Exemplare betragen. Die neun Generationen umfassende Verlagstradition der Familie Hüffer setzt sich damit unter neuer Führung fort.

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