EU plant digitale Identitätsbörse – Start für 2027 mit Altersprüfung und Datenschutzrisiken
Nico SchulzEU plant digitale Identitätsbörse – Start für 2027 mit Altersprüfung und Datenschutzrisiken
Die EU entwickelt eine digitale Identitätsbörse, mit der Nutzer ihre Identität online verifizieren und ihr Alter nachweisen können. Sie soll Bürgern eine sichere Möglichkeit bieten, digitale Dienstleistungen zu nutzen und persönliche Dokumente zu verwalten. Das System soll im Januar 2027 an den Start gehen; erste Pilotprojekte laufen bereits.
Die digitale Börse basiert auf gemeinsamen Standards und lässt sich mit bestehenden elektronischen Ausweissystemen (eID) in ganz Europa verknüpfen. Sie ist so konzipiert, dass sie mit einer Altersverifikations-App zusammenarbeitet, die den Zugang zu Erwachsenen-Websites einschränken soll. Zunächst ist die Nutzung freiwillig, doch mit dem Rückgang der Bargeldnutzung und den Plänen für einen digitalen Euro könnte sich die Verbreitung beschleunigen.
Nutzer behalten die Kontrolle über ihre Daten, während sie ihre Identität für Dienstleistungen wie Banking oder behördliche Formulare nachweisen. Die EU setzt zudem auf Verschlüsselung, um die Sicherheit der digitalen Börse zu gewährleisten. Dennoch gibt es Bedenken, dass Versuche wie Client-Side-Scanning die Verschlüsselung schwächen könnten.
Datenschützer warnen, das System könnte Massenüberwachung und Repression ermöglichen. Eine erste Version der Altersverifikations-App wurde kurz nach ihrer Vorstellung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gehackt.
Die EU-Digital-Identitätsbörse soll die sichere Online-Verifizierung vereinfachen. Durch die Integration von Altersprüfungen und Finanzsystemen könnte sie weit verbreitet werden. Dennoch bleiben Sicherheitsrisiken und Datenschutzdebatten zentrale Themen ihrer Entwicklung.






