DRK Offenbach rettet Ketteler-Krankenhaus vor der Schließung und sichert 900 Jobs
Tim RichterDRK Offenbach rettet Ketteler-Krankenhaus vor der Schließung und sichert 900 Jobs
Ketteler-Krankenhaus in Offenbach bleibt nach Übernahme durch das DRK Offenbach erhalten
Nach der Übernahme durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Offenbach wird das Ketteler-Krankenhaus in Offenbach weiterbetrieben. Die Vereinbarung sichert die Zukunft der 310-Betten-Einrichtung und erhält mehr als 900 Arbeitsplätze. Vertreter beider Seiten bezeichneten den Deal als einen entscheidenden Schritt für die lokale Gesundheitsversorgung.
Das Krankenhaus, das in den Bereichen Chirurgie, Innere Medizin, Geriatrie und Gynäkologie wichtige Leistungen erbringt, stand vor der Übernahme vor einer ungewissen Zukunft. Nun wurde eine formelle Investorenvereinbarung unterzeichnet; der Eigentumsübergang soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Laut dem neuen Konzept werden die meisten Abteilungen wie gewohnt weiterarbeiten. Die gynäkologische Abteilung bleibt bestehen, wird ihren Schwerpunkt jedoch auf Urogynäkologie, gynäkologische Onkologie und Brustkrebsbehandlung verlagern. Die Geburtshilfe wird jedoch bis zum 30. Juni 2026 geschlossen.
Im Mai soll ein Insolvenzplan erarbeitet und dem Gericht zur Zustimmung der Gläubiger vorgelegt werden. Bei Erfolg werden die Schulden des Krankenhauses umstrukturiert, sodass das DRK Offenbach die volle Kontrolle übernehmen kann. Doru Somesan, Geschäftsführer des DRK Offenbach, betonte die Bedeutung des Krankenhauses für die Region und bestätigte Pläne, es in das bestehende Netzwerk des DRK zu integrieren.
Dietmar Eine, der aktuelle Geschäftsführer, bezeichnete die Vereinbarung als tragfähige Lösung. Er hob hervor, dass sie das langfristige Überleben des Krankenhauses sichere und die zuverlässige medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleiste.
Die Übernahme durch das DRK Offenbach bedeutet, dass das Ketteler-Krankenhaus mit minimalen Unterbrechungen weitergeführt wird. Die meisten Leistungen bleiben erhalten, auch wenn die Geburtshilfe Mitte 2026 geschlossen wird. Der Deal schützt zudem Arbeitsplätze und festigt die Rolle des Krankenhauses im regionalen Gesundheitssystem.






