14 March 2026, 14:14

Dietzenbachs Spessart-Viertel friert: Seit Monaten ohne Heizung und Warmwasser

Ein Diagramm, das die Stromkrise in Texas 2021 zeigt, mit verschiedenen Farben, die unterschiedliche Stromstärken anzeigen, und begleitendem Text, der zusätzliche Kontextinformationen liefert.

Dietzenbachs Spessart-Viertel friert: Seit Monaten ohne Heizung und Warmwasser

Seit Januar 2026 sind Hunderte Bewohner im Dietzenbacher Spessart-Viertel ohne Heizung und Warmwasser. Die anhaltende Krise geht auf einen Zahlungsstreit zwischen der Hausverwaltungsfirma FFM GmbH und dem Energielieferanten EVD zurück. Trotz Notfallhilfen und vorübergehender Lösungen sind rund 500 Wohnungen weiterhin betroffen, während rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Der Konflikt eskalierte, als die Energieversorgung Dietzenbach GmbH (EVD) die Wärme- und Warmwasserversorgung für fünf Hochhäuser einstellte. Der Versorger handelte, nachdem die FFM GmbH offene Rechnungen in Höhe von etwa 400.000 Euro nicht beglichen hatte – darunter Lieferungen seit September. Die EVD-Geschäftsführung warf dem Unternehmen vor, Zahlungspläne zu ignorieren und trotz wiederholter Verhandlungsangebote keine Glaubwürdigkeit zu zeigen.

EVD hatte Ratenzahlungen vorgeschlagen, doch die FFM GmbH reagierte weder darauf noch gab sie Zusagen für künftige Zahlungen. Daraufhin stoppte der Versorger die Lieferungen, sodass die Mieter ohne warmes Wasser auskommen mussten. Dietzenbachs Bürgermeister Dr. Dieter Lang nannte die Lage "außerordentlich bedauerlich", unterstützte aber die Entscheidung der EVD und betonte die Notwendigkeit von Verantwortung.

Die Stadt hat seitdem Notfallhilfen von bis zu 1.000 Euro pro betroffenem Haushalt bereitgestellt. Elektrische Heizlüfter wurden verteilt, und Verhandlungen mit Energieanbietern sicherten Übergangslösungen. Gleichzeitig forderte der Bürgermeister die FFM GmbH auf, eine Eigentümerversammlung einzuberufen, um die Schulden offen zu thematisieren. Weitere Unterstützungsmaßnahmen, darunter eine Beratungsstelle für die Bewohner, werden geprüft.

Mittlerweile laufen rechtliche Schritte gegen die FFM GmbH. Die Stadt leistet weiterhin Hilfe und drängt auf eine dauerhafte Lösung. Bis die Schulden beglichen oder alternative Regelungen getroffen sind, müssen die betroffenen Haushalte mit vorübergehenden Maßnahmen die anhaltenden Einschränkungen bewältigen.

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