03 April 2026, 00:42

Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt vor Nationalismus und fordert radikale Wirtschaftsreformen

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt vor Nationalismus und fordert radikale Wirtschaftsreformen

Bundesländer-Chef Christian Sewing fordert dringende Wirtschaftsreformen in Deutschland

Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, hat zu raschen wirtschaftlichen Reformen in den Bundesländern Deutschlands aufgerufen. Ohne schnelles Handeln drohe dem Land eine gefährliche Entwicklung hin zu mehr Nationalismus und ein Vertrauensverlust bei Investoren, warnte er.

Seine Äußerungen fallen vor die anstehenden Landtagswahlen 2026, bei denen die rechtspopulistische AfD weitere Zugewinne erzielen könnte.

Sewing betonte die Notwendigkeit einer offenen Debatte über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Er schlug vor, die Arbeitszeit zu verlängern – insbesondere für Büroangestellte –, um die Produktivität zu steigern. Dazu gehöre auch eine Überprüfung des Kündigungsschutzes für Besserverdiener.

Zudem verwies er auf die im internationalen Vergleich hohen Krankheitstage in Deutschland, die im Schnitt zwei- bis dreimal höher lägen als in der Schweiz. Dies sei ein Zeichen für tiefgreifende Ineffizienzen auf dem Arbeitsmarkt.

Der Bankenchef warnte, dass der Aufstieg der AfD – einschließlich der möglichen Wahl des ersten rechtspopulistischen Ministerpräsidenten in Deutschland – internationale Investoren verunsichern könnte. Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im September 2026 werden für die etablierten Parteien zu einer entscheidenden Bewährungsprobe.

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Sewing drängte die Politik zum zügigen Handeln: Verzögerungen könnten die Wirtschaft weiter destabilisieren und nationalistische Tendenzen verstärken.

Seine Vorschläge zielen auf eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, strengere Regelungen bei Krankheitstagen und einen abgemilderten Kündigungsschutz für Gutverdiener ab. Die anstehenden Wahlen werden zeigen, ob seine Warnungen bei den Wählern auf Resonanz stoßen.

Sollte die AfD an Einfluss gewinnen, könnte Deutschlands wirtschaftlicher Ruf weiter leiden – mit Folgen für die innere Stabilität und ausländische Investitionen.

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