19 April 2026, 10:08

Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz

Alte deutsche Visitenkarte mit einer Illustration eines Handschuhpaares und gedrucktem Text.

Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz

Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich zu beschleunigen. Die von der Regierungskoalition und den Grünen unterstützte Reform soll Bürokratie abbauen und es Ärztinnen und Ärzten, Zahnärztinnen und Zahnärzten, Apothekerinnen und Apothekern sowie Hebammen mit ausländischer Ausbildung erleichtern, in Deutschland zu arbeiten. Kernpunkte sind einheitliche Standards und digitale Verfahren, die das bisherige System vereinfachen sollen.

Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingebrachte Gesetzentwurf wurde am Donnerstag verabschiedet. Er standardisiert die Anerkennung von Berufsqualifikationen, ermöglicht es den Bundesländern jedoch gleichzeitig, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits während der Ausbildung zu prüfen. Befürworter betonen, dass die Neuregelungen überflüssige Hürden sowohl für Antragstellende als auch für die Behörden abbauen werden.

Die AfD stimmte als einzige Fraktion gegen das Gesetz, während die Linke sich der Stimme enthielt. Bevor die Reform in Kraft treten kann, muss sie noch den Bundesrat passieren. Bei Zustimmung sollen die neuen Regeln ab dem 1. November 2026 gelten.

Das Gesetz führt digitale Verfahren und einheitliche Maßstäbe für die Anerkennung ausländischer Gesundheitsberufe ein. Zudem erhalten die Länder mehr Spielraum bei der Überprüfung der Sprachkompetenz von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten. Die Umsetzung hängt nun von der finalen Zustimmung des Bundesrates in den kommenden Monaten ab.

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