Bundesnetzagentur entwarnt: Gasspeicherstände steigen – keine Versorgungskrise in Sicht
Nico SchulzBundesnetzagentur entwarnt: Gasspeicherstände steigen – keine Versorgungskrise in Sicht
Deutschlands Gasspeicherstände steigen – Bundesnetzagentur entwarnt
In den vergangenen zwei Wochen sind die Gasspeicherstände in Deutschland um drei Prozentpunkte gestiegen. Die Bundesnetzagentur widersprach nun der Annahme, die Reserven seien für die Versorgungssicherheit weiterhin zu niedrig. Agenturpräsident Klaus Müller betonte, die aktuelle Lage gebe keinen Anlass für die gleichen Sorgen wie in den Vorjahren.
Müller räumte ein, dass manche eine vollständige Befüllung der Speicher bis Mitte Mai bevorzugen würden. Ein solches Ziel sei jedoch weder wirtschaftlich sinnvoll noch technisch notwendig. Die großen Kavernenspeicher des Landes könnten bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen aufgefüllt werden.
Auch die Energieinfrastruktur Deutschlands hat sich seit dem letzten Winter deutlich verbessert. Vier Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee spielten eine zentrale Rolle für die Stabilität der Versorgung. Müller unterstrich, dass zwar die Gasmarktteilnehmer weiterhin für die Sicherheit verantwortlich seien, es aber derzeit keinen Grund zur Beunruhigung gebe.
Der Behördenchef fügte hinzu, dass die intensive Debatte über die Speicherstände in den Jahren 2022 und 2023 heute weniger relevant sei. Er plädierte für eine gelassenere Herangehensweise und verwies auf die verbesserten Marktbedingungen und Infrastruktur.
Die Haltung der Bundesnetzagentur signalisiert Vertrauen in das deutsche Gassystem. Mit steigenden Speicherständen und ausreichender LNG-Kapazität sehen die Verantwortlichen keinen Grund für überstürzte Maßnahmen. Händler und Aufsichtsbehörden werden die Entwicklung weiter beobachten – doch von Panik kann derzeit keine Rede sein.






