17 June 2026, 17:05

Buchhandlung in Bremen kontert Minister-Weimer mit provokanter Fassade

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

Buchhandlung in Bremen kontert Minister-Weimer mit provokanter Fassade

Eine Buchhandlung in Bremen hat ihre Fassade nach dem Ausschluss von einem nationalen Preis zu einer auffälligen Botschaft umgestaltet. Der Goldene Laden zeigt nun ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer – kombiniert mit Zitaten aus seiner eigenen Feder. Die Neugestaltung erfolgte, nachdem der Buchladen von der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises 2026 ausgeschlossen worden war.

Der Streit begann, als Weimer die Buchhandlung von der Auszeichnung als „herausragende Buchhandlung“ – dotiert mit 15.000 Euro – ausschloss. Als Reaktion brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent an der Giebelwand des Gebäudes an. Die Fassade zieren nun Weimers Konterfei sowie Sätze wie „Das soll überhaupt kein Kulturkampf sein“ und „Das Konventionelle ist die neue Avantgarde“.

Der Laden verkauft zudem Tassen mit dem Aufdruck „Der Goldene Laden: Empfohlen vom Verfassungsschutz“. Inhaberin Ausma Zvidrina bestätigte, dass sie Weimers Bücher – darunter „Kopfpilz“, „Sehnsucht nach Gott“ und „Das konservative Manifest“ – nicht ins Sortiment aufnehmen werde. Auf die Frage, ob die Umgestaltung eine offizielle Distanzierung von linksextremen Positionen darstelle, lachte sie nur.

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Die neue Optik des Buchladens nimmt direkten Bezug auf die Entscheidung des Ministers und seine eigenen Worte. Die Änderungen sorgen für Aufmerksamkeit, doch eines ist klar: Weimers Werke wird es hier nicht geben. Die Auseinandersetzung wirft Fragen zu den Kriterien des Preises auf – und zeigt, wie die Buchhandlung öffentlich darauf reagiert.

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