Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großen Hofs zu lebendigem Kulturquartier
Nico SchulzBraunschweig plant radikale Umgestaltung des Großen Hofs zu lebendigem Kulturquartier
Großer Hof in Braunschweig soll zum städtischen Sanierungsgebiet werden
Die Stadt Braunschweig plant eine umfassende Umgestaltung des Gebiets Großer Hof. Angesichts der Schließung zweier Schulen und der dominierenden Parkplatzflächen betonen Kommunalpolitiker den dringenden Handlungsbedarf. Nun soll eine grundlegende Neugestaltung das Viertel wiederbeleben.
Am kommenden Dienstag stimmt der Stadtrat über einen Beschluss zur Umplanung des Großen Hofs ab. Ziel ist es, das Areal in ein autoreduziertes, kreatives Quartier mit neuem Wohnraum, Grünflächen und Ateliers für Künstler umzuwandeln. Teile des Konzepts orientieren sich am prämierten Entwurf Wohn- und Kreativquartier Großer Hof aus dem Wettbewerb 2024.
Die Neugestaltung sieht Flächen für die Städtische Galerie, Künstlerateliers und Unternehmen der Kreativwirtschaft vor. Zudem sollen soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familienbegegnungszentrum entstehen. Die Grünflächen werden aufgewertet, um das dicht bebaute Viertel nachhaltiger zu gestalten.
Die Stadt Braunschweig stellt 7,9 Millionen Euro der geschätzten 60 Millionen Euro Gesamtkosten bereit. Die restlichen Mittel sollen aus Bundes- und Landesförderprogrammen für Stadtentwicklung fließen. Die Stadtverwaltung wird Unterstützung im Rahmen des Förderprogramms Wachstum und nachhaltige Erneuerung beantragen.
Bei einer Genehmigung wird der Große Hof zu einem gemischten Quartier mit Wohnraum, Kultur und Grünanlagen umgestaltet. Die städtischen Mittel und die externen Fördergelder decken das 60-Millionen-Budget ab. Die Bauarbeiten und Aufwertungen sollen langjährige Probleme im Viertel lösen.






