Brandenburg reformiert Hochschulen für schnelleres Wachstum der Digitalwissenschaften
Tim RichterBrandenburg reformiert Hochschulen für schnelleres Wachstum der Digitalwissenschaften
Brandenburg treibt seine Pläne voran, das Hasso-Plattner-Institut (HPI) zum führenden europäischen Zentrum für Digitalwissenschaften auszubauen. Die Landesregierung hat nun einen Gesetzentwurf zur Hochschulreform verabschiedet, der eine Vereinbarung aus dem Jahr 2025 mit der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung umsetzt.
Das neue Gesetz überträgt den Hochschulen die dauerhafte Verantwortung für die Einstellung und Beförderung von Professoren. Bisher dauern diese Verfahren zwischen 12 und 24 Monate. Mit der Reform will Brandenburg diese Zeit halbieren und so die schnellsten Berufungsverfahren in Deutschland einführen.
Auch bürokratische Hürden bei der Immatrikulation von Studierenden sollen abgebaut werden, um die Prozesse zu beschleunigen. Im Mittelpunkt der Änderungen steht eine exzellenzbasierte Personalgewinnung, die es den Hochschulen ermöglichen soll, Spitzenkräfte effizienter zu gewinnen. Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, bezeichnete die Pläne als "wichtigen Schritt zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit".
Parallel zu den rechtlichen Reformen plant die Hasso-Plattner-Stiftung, das HPI auszubauen und in Potsdam einen neuen Universitätscampus zu errichten. Das Vorhaben passt zur Zielsetzung des Landes, einen weltweiten Spitzenstandort für digitale Forschung und Lehre zu schaffen.
Die Reformen geben den Hochschulen mehr Autonomie bei der Personalauswahl und verkürzen die Berufungszeiten deutlich. Der neue Campus und die vereinfachten Abläufe sollen Brandenburg als Vorreiter in den Digitalwissenschaften positionieren. Die vollständige Umsetzung der Änderungen wird für 2025 erwartet.






