03 April 2026, 10:11

Berliner Messerangriffe: AfD startet umstrittene App vor der Wahl

Ein schildförmiges Polizeibadget mit der Aufschrift "Polizei Berlin" auf einem blauen Hintergrund, einem weißen Rand, einem weißen zentralen Stern und schwarzer fettgeschriebener Schrift, das auf einer Oberfläche liegt.

Berliner Messerangriffe: AfD startet umstrittene App vor der Wahl

Messattacken sind vor den anstehenden Wahlen in Berlin zu einem zentralen politischen Thema geworden. Im Jahr 2024 registrierte die Polizei 3.412 Messerangriffe – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Alternative für Deutschland (AfD) rückt das Thema in den Fokus und fordert mehr Transparenz von den Behörden.

Die Partei hat eine sogenannte "Messer-App" gestartet, mit der Vorfälle in der Stadt erfasst werden. Sie zeigt polizeilich gemeldete Angriffe, Verletzungen und eine interaktive Karte der Tatorte. Die AfD-Führung behauptet, das Tool decke Lücken in der offiziellen Berichterstattung auf und wirft den Behörden vor, dass Polizeistatistiken und öffentliche Aufzeichnungen nicht immer übereinstimmen.

Die Fraktionsvorsitzende der AfD, Kristin Brinker, warf der regierenden Koalition vor, das wahre Ausmaß der Gewaltkriminalität zu verschleiern. Die Partei besteht darauf, dass die App die Verantwortlichen unter Druck setze, mehr Daten zu veröffentlichen. Unterdessen forderte Burkhard Dregger, innenpolitischer Sprecher der CDU, eine Ausweitung der Messerverbotszonen, um die Gewalt einzudämmen.

Die Behörden haben bereits Maßnahmen ergriffen: In Berlin gibt es mittlerweile drei Waffen- und Messerverbotszonen, zudem sind Sonderkommandos der Polizei im Einsatz. Allerdings liegen keine öffentlichen Zahlen vor, wie viele der Messerangriffe aus dem Jahr 2024 zu Verurteilungen führten. Berichte heben Einzelfälle hervor, wie etwa die Verurteilung eines Syrers zu 13 Jahren Haft wegen eines Angriffs am Holocaust-Mahnmal im Jahr 2025.

Die Linke kritisierte den Kurs der AfD scharf und warf der Partei vor, mit ihrer Kampagne Ängste zu schüren und Migranten an den Pranger zu stellen. Gleichzeitig nahm auch die Schusswaffenkriminalität dramatisch zu: 2025 verzeichnete die Polizei einen Anstieg der Waffendelikte um 68 Prozent.

Die AfD treibt das Thema Messerkriminalität weiter als Wahlkampfthema voran und nutzt ihre App, um die offizielle Transparenz infrage zu stellen. Zwar hat die Polizei die Kontrollen und Restriktionen verschärft, doch die Debatten über Datenlage und politische Reaktionen bleiben ungelöst. Der gleichzeitige Anstieg von Messer- und Schusswaffengewalt verleiht den Diskussionen zusätzliche Dringlichkeit.

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