82.000 Euro Strafe: Cannabis-Anbauer muss für manipulierte Stromzähler zahlen
Lina Lange82.000 Euro Strafe: Cannabis-Anbauer muss für manipulierte Stromzähler zahlen
Ein Angeklagter wurde zur Zahlung von über 82.000 Euro Schadensersatz verurteilt, nachdem er in einem Mietobjekt Cannabis angebaut und Stromzähler manipuliert hatte. Das Oberlandesgericht entschied zugunsten des Klägers und bestätigte die Forderung in Zusammenhang mit dem nicht erfassten Energieverbrauch sowie vertraglichen Strafzahlungen.
Der Angeklagte betrieb zwischen Sommer 2019 und Sommer 2021 in dem gemieteten Haus eine Cannabis-Plantage, die sich schließlich auf fast alle Räume des Gebäudes ausdehnte. Während dieser Zeit wurden die Stromzähler manipuliert, um den hohen Energieverbrauch zu verschleiern.
Der Kläger schätzte, dass der Angeklagte in den zwei Jahren etwa 320.000 Kilowattstunden Strom verbraucht habe. Der Angeklagte räumte lediglich eine Schuld von rund 12.000 Euro ein – basierend auf einer deutlich niedrigeren eigenen Berechnung. In einem separaten Urteil sprach das Landgericht dem Kläger zusätzlich 38.000 Euro für den geschätzten Verbrauch zu.
Im Juni 2021 wurde der Angeklagte festgenommen und später zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Das Oberlandesgericht bestätigte das Recht des Klägers auf Entschädigung für den nicht erfassten Stromverbrauch und stellte fest, dass der Angeklagte zudem eine vertragliche Strafe für die Manipulation der Zähler zu zahlen habe.
Mit dem endgültigen Urteil des Oberlandesgerichts wurde dem Kläger nun eine Summe von knapp über 82.000 Euro zugesprochen. Die Entscheidung umfasst sowohl die ausstehenden Stromkosten als auch die Strafzahlungen für die Zählermanipulation. Der Fall ist damit abgeschlossen, und der Angeklagte ist rechtlich verpflichtet, den vollen Betrag zu begleichen.






