17 March 2026, 00:36

Zoll in Kassel beschlagnahmt acht Tonnen verdächtige Cashewkerne und Kosmetikprodukte

Ein Nahaufnahme von tiefroten Cashew-Nüssen an einem Baum mit leuchtend grünen Blättern im Hintergrund.

Zoll beschlagnahmt verdächtige Cashew-Nüsse und Kosmetika in Kassel - Zoll in Kassel beschlagnahmt acht Tonnen verdächtige Cashewkerne und Kosmetikprodukte

Zollbeamte in Kassel haben bei Routinekontrollen große Lieferungen von Lebensmitteln und Kosmetikprodukten beschlagnahmt. Zu den sichergestellten Waren gehören acht Tonnen Cashewkerne und drei Tonnen Schönheitsprodukte. Beide Sendungen entsprachen nicht den gesetzlichen Sicherheits- und Kennzeichnungsvorschriften.

Die acht Tonnen Cashewkerne stammten aus der Elfenbeinküste. Die Beamten beschlagnahmten die Lieferung, nachdem sie fehlende Gesundheitszeugnisse festgestellt hatten. Zudem bestanden nach durchgeführten Tests Bedenken wegen einer möglichen Salmonellenbelastung.

Eine weitere Sendung mit drei Tonnen Kosmetikartikeln kam aus dem Vereinigten Königreich. Die Behörden zogen die Produkte ein, da der Verdacht auf einen zu hohen Gehalt an Kojisäure bestand – einem Wirkstoff zur Hautaufhellung. Zudem fehlten die vorgeschriebenen Verbraucherinformationen auf Deutsch, wodurch gegen die Kennzeichnungsvorschriften verstoßen wurde.

Die Kontrollen fanden in einer Zollstelle in Kassel statt. Die Beamten handelten dabei nach den üblichen Verfahren zur Überwachung importierter Waren.

Die beschlagnahmten Waren bleiben bis zum Abschluss weiterer Untersuchungen in Verwahrung. Die Behörden werden prüfen, ob von den Cashewkernen eine Gesundheitsgefahr ausgeht und ob die Kosmetikprodukte den EU-Chemikalienbestimmungen entsprechen. Zu möglichen Strafen oder weiteren Schritten wurden bisher keine Details bekannt gegeben.

AKTUALISIERUNG

Zollkontrollen bei Kosmetikprodukten zeigen wachsende regulatorische Tendenz

Eine ähnliche Zolloperation in Singen am 14. Januar 2026 zeigt eine konsistente Fokussierung auf die Regulierung von Kosmetikprodukten. Wichtige Details aus diesem früheren Fall:

  • Es wurden 24 kg koreanischer Hautpflegeprodukte wegen 'fehlender deutscher Sprachkennzeichnung' und nicht aufgeführter Inhaltsstoffe beschlagnahmt.
  • Es wurden Verpackungen mit nur asiatischen Zeichen und ohne Inhaltsstoffangaben gefunden.
  • Dies unterstreicht einen Trend strengerer EU-Importkontrollen für Schönheitsprodukte.