16 March 2026, 20:14

ZDK und ZVK: Historische Spaltung nach jahrelangem Machtkampf

Das BMW-Hauptquartier in Frankfurt, Deutschland, ein großes Glasgebäude mit Text darauf, mit Menschen auf der Straße davor und einem Baum links.

ZDK und ZVK: Historische Spaltung nach jahrelangem Machtkampf

Die Spannungen zwischen dem ZDK und dem ZVK haben einen kritischen Punkt erreicht und zu weitreichenden satzungsmäßigen Reformen geführt. Die im Januar beschlossenen Änderungen erzwingen eine strikte Trennung der beiden Organisationen und beenden die gemeinsame Führung. Verantwortliche beim ZDK bezeichnen die Situation als gezielten Versuch, eine Spaltung herbeizuführen – die neuen Regeln markieren den ersten Schritt in Richtung institutioneller Unabhängigkeit.

Der Konflikt eskalierte im Oktober 2025, als der ZVK 95 Prozent der Mitgliedsbeiträge des ZDK forderte. Als Reaktion passte der ZDK seine Gebührenstruktur an und leitete rechtliche Schritte ein. Zwar hatte der Streit um die Fahrzeugprüfgebühren bereits viel von seiner rechtlichen Brisanz verloren, doch tiefere Meinungsverschiedenheiten vertieften die Gräben weiter.

Die Reformen verbieten nun gemeinsame Personalentscheidungen in den Führungsgremien und führen direkte Mitgliedschaftswege zur ZDK-Zentrale in Bonn ein. Damit soll verhindert werden, dass Werkstätten isoliert werden, falls sich ihre Landesverbände zurückziehen. ZDK-Präsident Thomas Peckruhn und Geschäftsführer Jürgen Hasler präsentierten die Änderungen als Schritt zu mehr Transparenz und als Anpassung an die Realitäten der Branche.

Personalfragen werden künftig von der Mitgliederversammlung entschieden, was der ZDK als Ende "erblicher Lehen" im Vorstand bezeichnete. Trotz der Zerrüttung ließ der ZDK die Tür für eine mögliche künftige Zusammenarbeit offen – vorausgesetzt, der ZVK akzeptiert die neuen Strukturen und anerkennt die Autorität der Bonner Führung.

Um den Übergang zu erleichtern, plant der ZDK eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in den betroffenen Regionen. Unternehmen sollen über die Gründe und Folgen eines möglichen Austritts informiert werden, um während der Umstrukturierung für Klarheit zu sorgen.

Die Reformen markieren eine deutliche Wende in der Arbeitsweise des ZDK: mit strengerer Trennung und direkten Mitgliedschaftsmodellen. Werkstätten haben nun die Möglichkeit, auch bei einem Austritt ihrer Landesverbände mit der Bonner Zentrale verbunden zu bleiben. Die nächsten Schritte des ZDK konzentrieren sich auf die Umsetzung der Änderungen bei gleichzeitiger offener Kommunikation mit Betrieben und regionalen Partnern.

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