ZDK fordert digitale Klimadatenbank statt Papieretiketten für Autos
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert eine grundlegende Reform der Art und Weise, wie Fahrzeuginformationen an Verbraucher weitergegeben werden. Der Verband setzt sich dafür ein, das aktuelle papierbasierte Kennzeichnungssystem abzuschaffen und durch eine digitale Datenbank zu ersetzen. Nach Angaben des ZDK würde diese Änderung die Genauigkeit verbessern, Verbrauchern bessere Entscheidungen ermöglichen und bestehende Regelungslücken schließen.
Der Vorstoß des ZDK erfolgt als Reaktion auf einen Plan der Europäischen Kommission, die Verordnung (EU) 2019/631 zu aktualisieren, die im Dezember 2025 in Kraft treten soll. Der Verband kritisiert, dass das bestehende System – das auf physische Etiketten in Autohäusern setzt – keine klaren und zuverlässigen Informationen liefert. Stattdessen wirbt ZDK-Präsident Burkhard Weller für eine zentrale "Klimadatenbank", die von den Herstellern verwaltet wird.
Das digitale System würde Daten zu Kraftstoffverbrauch, Emissionen und anderen fahrzeugspezifischen Angaben speichern. Kunden könnten diese Informationen über QR-Codes in den Ausstellungsräumen abrufen und so die bisherigen Papieretiketten ersetzen. Für Käufer ohne Smartphone würden Händler zudem Terminals bereitstellen.
Weller betonte, dass ein zentralisiertes System Inkonsistenzen vermeiden und verhindern würde, dass Verbrauchergruppen formale Regelungslücken ausnutzen. Zudem behauptet er, dass die Umstellung dem Klimaschutz zugutekäme, indem Käufern relevantere Daten in einem nutzerfreundlichen Format zur Verfügung stünden. Die Datenbank wäre kostenfrei nutzbar und würde Vergleiche zwischen Modellen sowie individuelle Abgleiche mit dem eigenen Fahrverhalten ermöglichen.
Sollte das neue System eingeführt werden, würde dies das vollständige Ende der physischen Etiketten in Autohäusern bedeuten. Die Hersteller wären für die Pflege der Datenbank verantwortlich und würden so sicherstellen, dass die Informationen stets aktuell und standardisiert sind. Der Vorschlag wird nun im Rahmen der anstehenden Regulierungsänderungen von der Europäischen Kommission geprüft.






