25 April 2026, 12:28

Wiesbadens Theater revolutioniert die Spielzeit mit urbanen Bühnen und Bürger:innen-Kunst

Außenansicht des Feinschmecker-Theaters in St. Louis, Missouri, mit Fahrzeugen auf der Straße, einem Fußgänger auf dem Gehweg, einer Wegweiser, Bäumen, Gebäuden und Himmel.

Wiesbadens Theater revolutioniert die Spielzeit mit urbanen Bühnen und Bürger:innen-Kunst

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden startet mit einem mutigen neuen Konzept in die Spielzeit 2026/2027. Unter dem Motto "Wem gehört die Stadt?" verschwimmen die Grenzen zwischen Bühne und Straßenraum – die Aufführungen verlassen die klassischen Spielstätten und machen den urbanen Raum selbst zum Teil des Erlebnisses.

Den Auftakt bildet Carl Orffs "Carmina Burana" in einer groß angelegten Produktion mit über 200 Mitwirkenden. Damit ist der Ton für ein Jahr gesetzt, das Konventionen bricht und eine breitere Teilhabe einlädt.

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Eines der herausragenden Projekte, die "Sinfonie für 100 Bürger:innen", definiert traditionelle Rollen neu, indem es Wiesbadener Einwohner:innen ins Zentrum der Aufführung stellt. Die Wartburg, ein zentraler Veranstaltungsort, verwandelt sich dabei vom klassischen Theaterraum zu einem lebendigen Begegnungsort für die Stadtgesellschaft.

Auch das Hessische Staatsballett setzt auf zeitgenössische Werke und spiegelt so den zukunftsweisenden Geist der Spielzeit wider. Gleichzeitig bringt "Metropolis Wiesbaden" Künstler:innen in den öffentlichen Raum – mit Performances, die Menschen erreichen, die sonst selten ein Theater betreten. Überraschende Aktionen wie "Opern-Flashmobs" holen die Kunst direkt in den Alltag.

Das Musikprogramm des Theaters erkundet Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Durch den Dialog über die Zeiten hinweg entsteht ein Resonanzraum, in dem Künstler:innen und Publikum freier denn je miteinander interagieren.

Die neue Spielzeit macht das Theater zu einem aktiven Teil des städtischen Gefüges. Aufführungen finden auf Straßen, Plätzen und an ungewöhnlichen Orten statt und sprechen so ein Publikum jenseits der Stammbesucher:innen an. Mit seinem Fokus auf Teilhabe und öffentliche Begegnung markiert das Programm einen klaren Wandel darin, wie das Theater mit Wiesbaden in Verbindung tritt.

Quelle