Wiesbaden feiert 75 Jahre Europarat mit einer Ausstellung über Menschenrechte
Tim RichterWiesbaden feiert 75 Jahre Europarat mit einer Ausstellung über Menschenrechte
Neue Ausstellung in Wiesbaden würdigt 75-jähriges Bestehen des Europarats
Unter dem Titel "Vorkämpfer für die Menschenrechte" eröffnet am Dienstag, dem 5. Mai 2026, im Zukunftswerk des LuisenForums eine Ausstellung, die an das 75-jährige Jubiläum des Europarats erinnert. Die kostenlose Veranstaltung lädt die Öffentlichkeit ein, zu erkunden, wie die Menschenrechte den Alltag auf dem gesamten Kontinent geprägt haben.
Die Schau zeichnet den Werdegang der Menschenrechte in Europa von den Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkriegs bis heute nach. Sie beleuchtet wichtige Meilensteine wie die Europäische Menschenrechtskonvention und untersucht, wie diese Schutzmechanismen die moderne Gesellschaft beeinflussen. Besucher können zudem den vollständigen Text der Konvention einsehen.
In den vergangenen sieben Jahrzehnten hat der Europarat über 200 Verträge verabschiedet – von der Ächtung der Folter über die Sicherung sozialer Rechte bis hin zur Festlegung technischer Standards. Die Ausstellung fragt: Wer vertritt diese Werte heute – und wie sicher sind sie noch?
Die Veranstaltung reiht sich ein in eine breitere Debatte über die Zukunft Europas. Parallel dazu sammelt das Projekt "Europäisches Archiv der Stimmen" im Stadtmuseum am Marktplatz öffentliche Reflexionen über Menschenrechte. Beide Initiativen zielen darauf ab, eine Diskussion über die Bedeutung grundlegender Freiheiten im Alltag anzuregen.
Die Ausstellung ist nur einen Tag lang geöffnet und der Eintritt ist frei. Sie bietet die Gelegenheit, über das Erbe des Europarats seit seiner Gründung 1949 nachzudenken. Die Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltung zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Rechten anregt, die den Kontinent prägen.






