Warnstreik im hessischen Einzelhandel eskaliert nach gescheiterten Tarifgesprächen
Nico SchulzWarnstreik im hessischen Einzelhandel eskaliert nach gescheiterten Tarifgesprächen
Warnstreik im hessischen Einzelhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Im hessischen Einzelhandel hat die Gewerkschaft ver.di zu einem Streik aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse endeten. Die Arbeitgeber haben ihr ursprüngliches Angebot nicht verbessert, obwohl die Gewerkschaft höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten fordert.
Marcel Schäuble, der Verhandlungsführer von ver.di, kritisierte die Arbeitgeber scharf, weil sie die Beschäftigten im Unklaren über ihre künftigen Einkommen ließen. Die Gewerkschaft verlangt eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für das Verkaufspersonal sowie 150 Euro mehr für Auszubildende. Zudem pocht sie auf eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag.
Laut aktuellem Arbeitgeberangebot sollen Einzelhandelsbeschäftigte nach sechs Monaten eine Erhöhung von zwei Prozent erhalten, Großhandelsmitarbeiter nach mehreren Monaten 1,8 Prozent. ver.di hält diese Steigerungen für unzureichend, da sie die erwartete Inflationsrate nicht ausgleichen würden.
Von dem Streik betroffen sind große Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland und IKEA. Protestaktionen sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. An der Arbeitsniederlegung beteiligen sich Beschäftigte mehrerer bekannter Handelsketten und Logistikunternehmen. Trotz laufender Gespräche haben die Arbeitgeber ihre Lohnangebote bisher nicht nachgebessert. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage, ob die vorgeschlagenen Lohnerhöhungen die steigenden Lebenshaltungskosten abdecken.
