Warendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten
Amelie BrandtWarendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten
Stadt Warendorf behält umstrittene Straßennamen bei
Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, drei umstrittene Straßennamen nicht zu ändern. Der Beschluss erfolgt trotz der Empfehlung eines Bürgergremiums, die Namen umzubenennen. Ausschlaggebend waren finanzielle Bedenken und der Widerstand der Anwohner. Vorerst bleibt damit alles beim Alten – inklusive einer Tafel am Rathaus mit einem Zitat der Schriftstellerin Agnes Miegel.
Gegen die Umbenennung von Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße stimmte die Mehrheit aus CDU und Freien Wählergemeinschaft (FWG). Als Begründung führte die Koalition an, der Stadt fehlen die notwendigen Mittel. Allein der Austausch der Straßenschilder hätte 5.700 Euro gekostet.
Alternative Vorschläge – etwa die Ergänzung eines Zitats des ortsansässigen Autors Paul Schallück anstelle von Miegel – wurden abgelehnt. Ratsmitglied André Wenning (FWG) erklärte, die meisten betroffenen Anwohner hätten sich gegen eine Änderung ausgesprochen, was die Entscheidung beeinflusst habe.
Enttäuscht zeigte sich Reinhold Schoppmann, Mitglied des Bürgerbündnisses, das sich für die Entfernung der Miegel-Tafel eingesetzt hatte. Trotz öffentlicher Debatte sorgt der Ratsbeschluss dafür, dass es vorerst weder bei den Straßennamen noch bei der bestehenden Gedenktafel Änderungen geben wird.
Die Namen der Straßen sowie die Miegel-Tafel bleiben somit erhalten. Der Rat verwies auf Haushaltsengpässe und die Rückmeldungen der Bürger als Hauptgründe. Weitere Schritte zur Umbenennung oder Modifizierung sind derzeit nicht geplant.






