Volkswagen plant radikale Kürzungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen bleibt profitabel, doch die Sorgen um die Zukunft wachsen
Trotz schwarzer Zahlen steht der Volkswagen-Konzern vor zunehmenden Zweifeln an seiner langfristigen Perspektive – insbesondere in Asien. Die Aktie des Autokonzerns wird derzeit mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027 gehandelt.
Die Unternehmensführung bereitet sich auf massive Stellenstreichungen vor, von denen bis zu 100.000 Beschäftigte und vier deutsche Standorte betroffen sein könnten. Zu den potenziell gefährdeten Werken zählen Hannover und Emden in Niedersachsen. Der Aufsichtsrat wird die Pläne auf seiner Sitzung am 9. Juli beraten.
Konzerchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte räumen ein, dass einige Sparten des Unternehmens Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Arbeitnehmervertreter, darunter Daniela Cavallo, zeigten sich überrascht vom Ausmaß der geplanten Kürzungen. Die traditionell starke, links-grüne Arbeitnehmerfraktion im Konzern hatte jahrelang hohe Löhne und einen großen Personalbestand durchgesetzt – doch die aktuellen Pläne deuten auf einen radikalen Strategiewechsel hin.
Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro, während der aktuelle Aktienkurs bei 72,54 Euro liegt. Trotz der positiven Erwartungen bleibt die Zurückhaltung der Anleger bestehen – auch wegen allgemeiner Bedenken hinsichtlich deutscher Autobauer auf dem asiatischen Markt.
Die geplante Verkleinerung des Konzerns könnte die Strukturen von Volkswagen in Deutschland grundlegend verändern. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze und mehrere Werke stehen auf dem Spiel. Die nächsten Schritte des Unternehmens werden genau beobachtet, während es sich den Herausforderungen von Wettbewerbsdruck und Marktentwicklungen stellen muss.
