Versteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten
Nico SchulzVersteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten
Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Teils der Berliner Friedrichstadt-Passage, ist gescheitert, nachdem die Gebote deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Das Amtsgericht Mitte lehnte beide Angebote ab, da sie nicht einmal die Hälfte des geschätzten Werts der Immobilie von 187 Millionen Euro erreichten.
Der Komplex liegt zwischen dem ehemaligen Galeries-Lafayette-Kaufhaus und dem Bürogebäude Quartier 205. Trotz der erstklassigen Lage steht ein Großteil der Fläche seit Jahren leer.
Bei der Versteigerung wurden zwei Gebote abgegeben, das höchste betrug lediglich 40 Millionen Euro. Das Gericht bewertete dies als zu niedrig, da es weniger als 25 Prozent des Marktwerts darstellte. Die endgültige Entscheidung wurde zwar bis zu diesem Freitag vertagt, ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Interessierte Parteien haben nun zwei Wochen Zeit, um das Ergebnis vor dem Landgericht Berlin anzufechten. Der gescheiterte Verkauf lässt die Zukunft des Quartier 206 vorerst ungewiss.
Da keine gültigen Gebote angenommen wurden, bleibt die Eigentumsfrage ungeklärt. Die Weigerung des Gerichts, die Immobilie zu einem stark reduzierten Preis zu verkaufen, bedeutet, dass das Gelände vorerst in der Schwebe bleibt – es sei denn, es gibt ein höheres Angebot. Weitere rechtliche Schritte könnten das Ergebnis in den kommenden Wochen noch ändern.






