"Tatort: Fackel" entzündet Debatte über Hochhausbrände und Korruption
Nico SchulzEin Feuer und viele Lügen: Dieser Fall basiert auf einer wahren Geschichte - "Tatort: Fackel" entzündet Debatte über Hochhausbrände und Korruption
Die neueste Folge von Tatort mit dem Titel Fackel thematisiert einen tödlichen Hochhausbrand, inspiriert von der realen Grenfell-Tower-Tragödie. Die Kommissare Hamza Kulina und Maryam Azadi übernehmen die Ermittlungen in dem Feuer, das Korruption und verborgene Wahrheiten ans Licht bringt. Für Kulina wird der Fall zur persönlichen Angelegenheit, denn er kannte eines der Opfer.
Fackel ist der dritte Fall für das neue Frankfurter Ermittlerteam nach Dunkelheit und Licht. Die Handlung dreht sich um einen Brand in einem Wohnhochhaus, der an die Grenfell-Tower-Katastrophe von 2017 in London erinnert, bei der 72 Menschen ums Leben kamen. Die reale Tragödie wurde durch leicht entflammbare Fassadenplatten und gravierende Sicherheitsmängel verschärft – darunter fehlende Sprinkleranlagen und nicht konforme Baumaterialien.
Kulinas emotionale Verbindung zum Fall treibt die Ermittlungen voran, während Azadi ihm mit bedachtem Rückhalt zur Seite steht. Je tiefer die beiden graben, desto mehr stoßen sie auf ein Geflecht aus Vertuschungen und einen verdächtigen Suizid, der mit einem Schlüsselfzeugen in Verbindung steht. Zwar wirkt die Folge im Vergleich zu ihren Vorgängern weniger experimentell, doch die Handlung bleibt packend und fesselnd.
Die Serie hält auch mit dieser etwas konventionelleren Folge ein hohes Niveau. Fans zeigen sich von Fackel begeistert, auch wenn der Ansatz weniger avantgardistisch ausfällt als in früheren Episoden.
Die Folge deckt systematische Versäumnisse und Korruption auf, die hinter dem Brand stehen. Kulina und Azadis Ermittlungen offenbaren, wie Fahrlässigkeit und versteckte Interessen die Katastrophe begünstigten. Fackel festigt damit den Ruf von Tatort, gesellschaftlich brisante und realitätsnahe Themen ungeschönt aufzugreifen.






