Studierende entwerfen lebendige Zukunft für das ehemalige Gefängnis Rennelberg
Amelie BrandtStudierende entwerfen lebendige Zukunft für das ehemalige Gefängnis Rennelberg
Studierende der Technischen Universität Braunschweig haben neue Entwürfe für die Umgestaltung des ehemaligen Gefängnisgeländes Rennelberg präsentiert. Ihre Vorschläge skizzieren ein neues Stadtviertel an der Stelle, an der einst die Justizvollzugsanstalt stand. Die Konzepte sind noch bis zum 20. Mai im Rathaus zu sehen.
Die Stadt plant bereits seit Langem die Neugestaltung des Rennelberg-Areals. Im Dezember 2018 billigten die Verantwortlichen einen Beschluss zur Erarbeitung eines Bebauungsplans für das Gelände. Ziel ist es, aus dem Gefängnis und dem umliegenden Gelände ein lebendiges Wohnviertel zu machen.
Drei Studentenarbeiten wurden besonders ausgezeichnet. Der siegreiche Entwurf Von Mauern zu Gemeinschaft sieht ein offenes Viertel mit einem zentralen Platz als kreativen Campus vor. Der zweite Platz, Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen, setzt auf die Überwindung von Trennlinien und die Schaffung eines "Klima-Wald"-Parks. Der dritte Preis, Nachbarschaft statt Gefängnis, schlägt eine neue Straße, einen Platz und eine Quartiersgalerie vor, während bestehende Gebäude erhalten bleiben sollen.
Trotz der Begeisterung für die Ideen wird es jedoch noch nicht mit dem Bau losgehen. Entscheidend für die nächsten Schritte ist der noch laufende Verkauf des Gefängnisgeländes. Bis dahin übernimmt die alte Anlage vorübergehend eine neue Funktion: Im Juni wird sie Schauplatz des Theaterformen-Festivals sein.
Die Studentenprojekte bieten eine Diskussionsgrundlage für die weitere Planung. Sobald ein konkretes Entwicklungskonzept vorliegt, könnten die Ideen die Umgestaltung des Areals mitprägen. Die Entwürfe bleiben bis zum 20. Mai ausgestellt und geben den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich mögliche Zukünfte für das Gelände vorzustellen. Während das Festival diesen Sommer eine Zwischenlösung bietet, hängt die langfristige Vision für das Gefängnisgelände weiterhin von der Finalisierung des Grundstücksverkaufs und der Bebauungspläne ab.






