23 June 2026, 18:09

Studienplätze ohne Hürden: Wie Hochschulen ihre Türen immer weiter öffnen

Zugangsbeschränkungen an Universitäten nehmen weiter ab

Studienplätze ohne Hürden: Wie Hochschulen ihre Türen immer weiter öffnen

Die Zulassungspraxis an deutschen Hochschulen verändert sich grundlegend. Immer mehr Studiengänge stehen allen Bewerbern offen – die Hürden für den Einstieg in ein Studium werden zunehmend abgebaut. Dieser Trend spiegelt einen stetigen Rückgang der Zulassungsbeschränkungen über das letzte Jahrzehnt wider.

Noch vor zehn Jahren hatten fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge Zugangsvoraussetzungen. Heute gilt das nur noch für 31,6 Prozent – ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Bis zum Wintersemester 2026/27 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel aller Studienangebote ohne jede Zulassungsbeschränkung auskommen.

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Regionale Unterschiede bleiben jedoch deutlich. Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz bieten Studieninteressierten die besten Chancen: Hier ist weniger als jedes fünfte Studienangebot mit Auflagen verbunden. Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen dagegen nach wie vor den höchsten Anteil an zulassungsbeschränkten Studiengängen. Hamburg hat in den vergangenen zwei Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen: Der Anteil der Studiengänge mit Beschränkungen sank dort von 62,4 auf 37,6 Prozent.

Aktuell nehmen sieben von zehn grundständigen Studiengängen Studierende unabhängig von ihrer Hochschulzugangsberechtigung auf. Der Rückgang der Zulassungshürden eröffnet Bewerbern mehr Möglichkeiten, ihren Wunschstudiengang zu beginnen. Besonders Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz heben sich als die zugänglichsten Bundesländer hervor. Die Entwicklung deutet auf einen anhaltenden Trend hin zu offeneren Hochschulzugängen in Deutschland.

Quelle