11 April 2026, 20:09

Streit um Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel spaltet den Bundestag

Plakat mit der Aufschrift "Inflation Reduction Act for American Families" und Abbildungen von Gebäuden, Bäumen, Fahrzeugen, Windrädern, einer bewölkten Himmel und einer Sonne.

Streit um Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel spaltet den Bundestag

Im Bundestag ist eine Debatte über die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel entbrannt. Jens Spahn, Vorsitzender der konservativen Unionsfraktion, schlug vor, die Steuer auf lebenswichtige Lebensmittel abzuschaffen. Der Vorstoß stößt sowohl auf Zustimmung als auch auf scharfe Kritik der oppositionellen Parteien.

Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken, unterstützte Spahns Initiative. Sie bezeichnete den Wegfall der Mehrwertsteuer als längst überfällige Entlastung für die Mehrheit der Bevölkerung. Aus ihrer Sicht würde dies ein wichtiges politisches Signal in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten setzen.

Die Grünen lehnten den Vorschlag hingegen kategorisch ab. Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, sprach sich gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf andere Waren aus. Er warnte, ein solcher Schritt würde die finanzielle Belastung der Haushalte weiter verschärfen, die bereits mit hohen Spritpreisen zu kämpfen haben.

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Reichinnek kritisierte zudem die weiteren Mehrwertsteuer-Pläne der Bundesregierung scharf. Sie warf den Verantwortlichen vor, Steuersenkungen bei Alltagsprodukten zu prüfen, während die Menschen unter wachsendem wirtschaftlichen Druck stünden. Die Linke besteht darauf, dass die Preise sinken müssten – und nicht weiter steigen dürften.

Der Streit um die Mehrwertsteuer spaltet die politische Landschaft. Befürworter sehen darin eine direkte Hilfe für einkommensschwache Familien. Gegner warnen vor möglichen Folgekosten an anderer Stelle. Die Kontroverse spiegelt die größeren Spannungen wider, wie die Lebenshaltungskrise am besten gelindert werden kann.

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