19 April 2026, 02:10

Schwarz Digits baut Europas digitale Souveränität mit 11-Milliarden-Cloud in Brandenburg

Diagramm eines Cloud-Computing-Systems mit mehreren Geräten (Laptop, Handy, Tablet), die sicher mit einer zentralen Cloud verbunden sind, mit der Beschriftung "Cloud-Computing: Sicheren Zugriff auf alle Anwendungen und Daten von jedem Netzwerkgerät aus".

Schwarz Digits baut Europas digitale Souveränität mit 11-Milliarden-Cloud in Brandenburg

Schwarz Digits, Teil der Schwarz Gruppe, wagt einen mutigen Schritt in Richtung digitaler Unabhängigkeit Europas. Das Unternehmen baut eine eigene Cloud-Infrastruktur auf und entwickelt ein Ökosystem, um europäische Daten in der Region zu halten. Die Führungskräfte Rolf Schumann und Christian Müller treiben diesen Wandel voran – und verwandeln einen Handelsriesen in einen bedeutenden Anbieter digitaler Infrastruktur.

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Europa kämpft darum, die Kontrolle über seine digitale Zukunft zurückzugewinnen. Die Abhängigkeit von ausländischer Technologie bereitet zunehmend Sorgen: US-Unternehmen wie Amazon Web Services, Microsoft und Google dominieren fast 65 Prozent des weltweiten Cloud-Marktes. China hingegen hat mit staatlich unterstützten Tech-Giganten eigene Ökosysteme aufgebaut – Europa bleibt damit von externen Standards und Skaleneffekten abhängig.

Schwarz Digits kontert mit einem 11-Milliarden-Euro-Rechenzentrum in Lübbenau, Brandenburg. Die Anlage wird 100.000 Grafikprozessoren (GPUs) beherbergen, die nicht nur die internen Daten der Schwarz Gruppe verarbeiten, sondern Überschusskapazitäten auch externen Kunden anbieten. Das Konzept umfasst eine eigene Cloud-Lösung, maßgeschneiderte Sicherheitsysteme und Open-Source-Technologien, um sicherzustellen, dass die Daten unter europäischer Kontrolle bleiben.

Rolf Schumann ist überzeugt, dass Europa konkurrenzfähig sein kann, indem es seine Stärken jenseits großer Sprachmodelle nutzt. Er plädiert dafür, KI als Produktivitätswerkzeug zu begreifen – und nicht als reinen Technologiewettlauf. So ließe sich echter wirtschaftlicher Mehrwert erschließen. Das Projekt steht für einen größeren Trend zur digitalen Souveränität, bei dem Europa eigene Regeln für Daten, Infrastruktur und Wertschöpfung setzt.

Das neue Rechenzentrum ist eine Millioneninvestition in die digitale Autonomie Europas. Durch die Speicherung von Daten und Rechenleistung in der Region will Schwarz Digits die Abhängigkeit von ausländischen Tech-Konzernen verringern. Der Schritt könnte Schulwirkung für andere europäische Unternehmen entfalten, die ihre digitale Infrastruktur stärken möchten.

Quelle