22 March 2026, 14:13

"Schluss jetzt!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und digitale Übergriffe

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem "Solidarität und Feminismus"-Schild die Straße entlang, mit geparkten Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Demonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - "Schluss jetzt!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und digitale Übergriffe

"Schluss jetzt!" – Protest für besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt in Hamburg

Am Donnerstag, dem 26. März, findet um 17:30 Uhr auf dem Hamburger Rathausmarkt eine Demonstration unter dem Motto "Schluss jetzt!" statt. Die Organisator:innen fordern wirksamere Schutzmaßnahmen für Betroffene sexualisierter Gewalt sowie konkrete Konsequenzen für Täter. Anlass ist der aktuelle Vorwurf gegen den Schauspieler Christian Ulmen sowie die anhaltende Debatte über digitale Gewaltformen.

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Die Kundgebung wurde von der SPD-Politikerin Annika Urbanski initiiert und wird unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützt. Auslöser war die öffentliche Anklage der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes, die Ulmen sexualisierte Gewalt vorwirft. Der Fall löste Empörung aus – insbesondere über Phänomene wie "virtuelle Vergewaltigung" durch manipulierte Bilder und Identitätsdiebstahl.

Ziel der Demonstration ist es, Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und strukturelle Veränderungen einzufordern. Unterdessen kritisierte Ulmens Anwalt Christian Schertz die Medienberichterstattung als "überwiegend unzulässige Verdachtsberichterstattung" und kündigte rechtliche Schritte an.

Der Fall hat die feministische Bewegung weiter mobilisiert, darunter Proteste der Gruppe Feminist Fight Club in Berlin. Zwar wurde in deutschen Medien bereits im vergangenen Jahr über ähnliche Vorfälle sexualisierter Gewalt berichtet, doch die Vorwürfe gegen Ulmen sind nun zum Kristallisationspunkt für Forderungen gegen sowohl digitale als auch physische Übergriffe geworden.

Auf dem Rathausmarkt werden Aktivist:innen, Politiker:innen und Betroffene zusammenkommen. Die Organisator:innen hoffen, damit Druck auf die Behörden auszuüben, um sexualisierte Gewalt entschlossener zu bekämpfen. Mögliche Klagen von Ulmens Seite könnten die öffentliche Debatte in den kommenden Wochen zusätzlich prägen.

Quelle