Sabotage-Vorwürfe bei Build a Rocket Boy: Leslie Benzies droht mit Enthüllungen
Nico SchulzSabotage-Vorwürfe bei Build a Rocket Boy: Leslie Benzies droht mit Enthüllungen
Leslie Benzies, Gründer von Build a Rocket Boy, hat ehemalige Kollegen der Sabotage im Zusammenhang mit dem Debütspiel des Studios, MindsEye, beschuldigt. Die Vorwürfe wurden erstmals im Juli 2021 öffentlich, als Benzies die schlechte Resonanz auf das Spiel auf vorsätzliche Behinderung zurückführte. Seither haben sich die Anschuldigungen zugespitzt, und die laufenden Ermittlungen involvieren mittlerweile Behörden sowohl im Vereinigten Königreich als auch in den USA.
Der Streit begann kurz nach dem Erscheinungstermin von MindsEye, das für seine Kampfmechanik und die schwache Erzählstruktur stark kritisiert wurde. Im Juli 2021 machte Benzies Sabotage als Ursache für diese Mängel aus. Bis Februar 2022 kündigte er an, die mutmaßlichen Verantwortlichen durch eine DLC-Mission mit dem Titel Blacklist zu enttarnen – mit dem Versprechen, ihre Identitäten preiszugeben und der Gaming-Community Beweise vorzulegen.
Die Mission, die als Mittel dargestellt wurde, um bestimmte Personen aus der Branche "auf die schwarze Liste zu setzen", beschrieb Benzies als direkte Reaktion auf das, was er als "erdrückende Beweise" für organisierte Spionage und Unternehmenssabotage bezeichnete. Später deutete er an, dass rechtliche Schritte folgen könnten, und erklärte im März 2022, dass die Ermittlungen möglicherweise zu Verhaftungen führen würden.
Unterdessen hat sich der Publisher des Spiels, IO Interactive, öffentlich von den Behauptungen des Studios distanziert. In den verfügbaren Quellen findet sich weder eine offizielle Stellungnahme noch weitere Maßnahmen des Unternehmens. Die Angelegenheit erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, als der Debüt-Trailer von MindsEye, unterlegt mit dem Lied Mad World, mit Spielen aus der frühen Xbox-360-Ära verglichen wurde – was den Eindruck veralteter Designentscheidungen verstärkte.
Die Vorwürfe werden weiterhin von britischen und US-amerikanischen Behörden untersucht, wobei Benzies darauf besteht, die Beweise im Rahmen der Blacklist-Mission zu veröffentlichen. IO Interactive hat sich zu den Anschuldigungen nicht geäußert, sodass die Vorwürfe des Studios in öffentlichen Stellungnahmen unbestritten bleiben. Sollte es zu juristischen Konsequenzen kommen, könnten diese weitreichende Folgen für die in die Kontroverse verwickelten Personen haben.






