Prien will Bildschirmzeit für Kleinkinder gesetzlich begrenzen – und setzt auf frühe Förderung
Amelie BrandtPrien will Bildschirmzeit für Kleinkinder gesetzlich begrenzen – und setzt auf frühe Förderung
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) fordert strengere Grenzen für die Bildschirmzeit von Kindern. Sie schlägt gesetzliche Regelungen vor, um die Nutzung digitaler Geräte – insbesondere bei unter Dreijährigen – einzuschränken. Ihre Pläne umfassen zudem neue Maßnahmen zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung in ganz Deutschland.
Prien appelliert an Eltern, den Medienkonsum ihrer Kinder deutlich zu reduzieren. Bei Kindern unter drei Jahren rät sie sogar zu einem vollständigen Verzicht auf digitale Geräte. Gleichzeitig betont sie, wie stark elterliche Vorbilder die Entwicklung eines Kindes prägen, und ruft Familien dazu auf, bewusster mit ihrem eigenen Medienverhalten umzugehen.
Angesichts der schlechten Ergebnisse der IQB-Bildungstrendstudie arbeitet Prien mit den Ländern zusammen, um die Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu stärken. Regelmäßige Datenerhebungen sollen Fortschritte messen und als Grundlage für gezielte Verbesserungen im Schulsystem dienen.
Ein weiterer zentraler Vorschlag sind verpflichtende Sprach- und Entwicklungschecks um den vierten Geburtstag herum. Prien will so frühzeitig Förderbedarf erkennen – insbesondere bei Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf vor der Einschulung. Bundesweite Vorgaben für konkrete Kita-Regelungen lehnt sie jedoch ab und setzt stattdessen auf Flexibilität vor Ort.
Priens Konzept kombiniert strengere Bildschirmzeitregeln mit frühkindlichen Entwicklungsuntersuchungen. Zudem treibt sie durch datengestützte Analysen eine bessere Grundbildung voran. Die Maßnahmen zielen auf nachhaltige Verbesserungen in Lernen und Wohlbefinden der Kinder ab.






