Pflegeversicherung droht Milliardenloch – 7,5 Mrd. Euro Fehlbetrag schon 2025
Tim RichterPflegeversicherung droht Milliardenloch – 7,5 Mrd. Euro Fehlbetrag schon 2025
Deutschlands gesetzliche Pflegeversicherung steht vor einem weit größeren Finanzloch als erwartet. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat im Rahmen der Beratungen zum Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNOG) die aktuellen Fehlbeträge nach oben korrigiert. Die überarbeiteten Zahlen zeigen ein deutlich höheres Defizit in den kommenden Jahren.
Ursprünglich war für das nächste Jahr eine Lücke von 6 Milliarden Euro veranschlagt worden. Neue Berechnungen gehen nun von einem Fehlbetrag von über 7,5 Milliarden Euro aus. Die Anpassung erfolgte im Zuge der laufenden Debatten zum PNOG.
Bis 2028 könnte sich das Defizit auf mehr als 15 Milliarden Euro ausweiten. Die aktualisierten Zahlen unterstreichen die wachsende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben des Systems. Warkens Revision macht deutlich, wie stark die Finanzierung der Pflege unter Druck gerät.
Die neuen Prognosen zeigen einen steilen Anstieg der Finanzierungslücke in den nächsten Jahren. Die Politik steht nun vor der Aufgabe, die wachsende Belastung für das deutsche Pflegesystem in den Griff zu bekommen. Die überarbeiteten Berechnungen bilden einen zentralen Baustein der aktuellen PNOG-Reformdebatten.






