Panter-Preis 2026 ehrt mutige Grassroots-Medien und unabhängigen Journalismus
Amelie BrandtPanter-Preis 2026 ehrt mutige Grassroots-Medien und unabhängigen Journalismus
Der Panter-Preis 2026 steht unter dem Motto Unabhängig, kritisch, widerstandsfähig und würdigt grassroots-mediale Initiativen. Acht Projekte aus ganz Deutschland sind für ihre Arbeit in den Bereichen Lokaljournalismus, Bildung und Gemeinschaftsengagement nominiert. Die Preisträger werden im Oktober nächsten Jahres während der Hamburger Woche der Pressefreiheit bekannt gegeben.
Zu den Nominierten gehört Radio CORAX, ein unabhängiger Freier Rundfunksender mit Sitz in Halle. Seit seiner Gründung am 1. Juli 2000 fungiert er als basisdemokratische Plattform, die lokalen Anliegen und alternativen Perspektiven eine Stimme verleiht.
Ebenfalls auf der Liste steht der lichtblick, die einzige unabhängige Gefangenenzeitung Deutschlands. Seit 1968 ohne Zensur veröffentlicht, bietet sie Inhaftierten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Meinungen zu teilen.
Das Berliner Radio Connection ist mit einem mobilen Radiostudio in Marzahn vertreten. Die Initiative produziert wöchentlich mehrsprachige Sendungen und verbindet so unterschiedliche Communities durch lokales Programm.
Im Rhein- und Ruhrgebiet verteilt Berndt Media Publishing monatlich kostenlose Kultur- und Kinomagazine. Ihre Publikationen sollen regionale Kunst einem breiteren Publikum zugänglich machen.
Die Studentenzeitung UnAufgefordert erscheint seit dem 17. November 1989 – zunächst zweimonatlich in Print und Online. Bis heute bleibt sie eine etablierte Plattform für studentischen Journalismus.
nah:dran – Medien für alle setzt auf Medienbildungsworkshops für Kinder und Jugendliche. Die Arbeit umfasst die Veröffentlichung von Teilnehmerbeiträgen in einer Online-Mediathek und fördert so junge Stimmen im Journalismus.
Aus Münster stammt RUMS, ein unabhängiges Lokalmedium, das 2020 gegründet wurde. Es spezialisiert sich auf investigativen Journalismus und öffentliche Debatten und schließt damit Lücken, die etablierte Medien lassen.
Das Publikum kann sich über den Publikumspreis einbringen: Die Abstimmung läuft vom 8. bis 27. Juni 2026. Die Preisverleihung findet am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr in einer offiziellen Zeremonie im Museum der Arbeit in Hamburg statt.
Der Panter-Preis 2026 unterstreicht die Vielfalt und Wirkung von Grassroots-Medien in Deutschland. Von Gefangenenzeitungen bis hin zu Jugendmedienbildung zeigt die Shortlist ein breites Engagement für unabhängigen Journalismus. Die Auszeichnungen ehren Akteure, die durch Widerstandsfähigkeit und Innovation die öffentliche Debatte stärken.






