Mut und Konflikte: Wie echte Kreativität entsteht – Debatten beim ADFEST
Tim RichterMut und Konflikte: Wie echte Kreativität entsteht – Debatten beim ADFEST
Kreative Kraft entfaltet sich durch Mut, Kontroverse und menschliche Verbindung – darüber diskutierten kürzlich Expertinnen beim ADFEST. Lucía Ongay, Mitbegründerin der Gerety Awards, leitete die Podiumsdiskussion unter dem Titel "Gespräche, die Kreativität neu definieren". An der Runde nahmen die Jurymitglieder Pannarai Juanroong, Anna Fawcett und Shruthi Subramaniam teil, die sich kritisch mit gängigen Branchenstandards auseinandersetzten.
Die Gerety Awards heben sich als einziger Kreativpreis hervor, der ausschließlich von Frauen in Führungspositionen vergeben wird. Ongay betonte, wie dieser Blickwinkel neue Maßstäbe setzt, was die Zielgruppen wirklich berührt.
Shruthi Subramaniam argumentierte, dass Kreativität oft erstickt wird, wenn sie auf Nummer sicher geht. Sie warnte davor, Arbeiten für die falsche Zielgruppe zu konzipieren, und plädierte stattdessen für mehr Mut. Für sie sind produktive Konflikte ein Schliffstein für Ideen – Reibung wird so zum Werkzeug für herausragende Ergebnisse.
Anna Fawcett ergänzte, dass Technologie niemals der Treiber von Inspiration sein sollte. Echte Kreativität entspringe vielmehr menschlicher Emotion und Intuition, so die Überzeugung der Runde. Geduld und Authentizität seien entscheidend, um Werke zu schaffen, die nachhalten wirken.
Subramaniam setzte sich zudem für kollektive Intuition und radikale Einfachheit ein – beides, so ihr Glaube, setze die rohen Emotionen frei, die kreative Arbeiten erst kraftvoll machen.
Die Diskussion endete mit einer klaren Botschaft: Große Kreativität verlangt Mut, Geduld und die Bereitschaft, Konflikte auszuhalten. Die Gerety Awards treiben weiterhin einen menschenzentrierteren Ansatz in der Branche voran. Indem echte Verbindung über sichere Entscheidungen gestellt wird, könne kreative Arbeit, so der Tenor des Panels, nachhaltige Wirkung entfalten.






